Windschatten, Teamarbeit und die richtige Einteilung: Die Spanien-Rundfahrt zeigt, wie du mit kluger Taktik und Helferdiensten auch auf deiner Hausrunde viel Kraft sparst.
Die Vuelta a España ist traditionell ein Rennen der Extreme. Glühende Hitze in Andalusien, steile Rampen und ein ständiger Kampf um Sekunden prägen das Geschehen. Doch abseits der reinen Muskelkraft entscheidet im Profiradsport vor allem die Taktik über Sieg und Niederlage. Wer die Rennen aufmerksam verfolgt, sieht schnell: Selbst die stärksten Fahrer sind ohne die richtige Unterstützung ihrer Teams aufgeschmissen. Diese taktischen Finessen lassen sich hervorragend auf das eigene Training und gemeinsame Ausfahrten übertragen.
Wie wichtig ein eingespieltes Team ist, demonstrierte die Mannschaft Visma - Lease a Bike eindrucksvoll. Der junge Sprint-Newcomer Matthew Brennan feierte bei seinem Debüt sensationelle Erfolge und zog mit seinem fünften Etappensieg auf der 17. Etappe sogar mit John Degenkolb gleich, wie unter anderem die FAZ berichtete. Dieser Erfolg war kein Zufall, sondern das Ergebnis perfekter Teamarbeit. Auf der 16. Etappe spannte sich kein Geringerer als Wout van Aert als Edelhelfer vor Brennan, um ihn im Finale perfekt in Position zu bringen. Laut Rennberichten von Radsport-News und Cyclingnews zog van Aert den Sprint rund 300 Meter vor dem Ziel mit enormem Tempo an, sodass Brennan den Sieg fast mühelos einfahren konnte.
Zusätzlich leistete der 39-jährige Routinier Steven Kruijswijk, der sich in der Spätphase seiner Karriere zum Flachlandhelfer umschulen ließ, den ganzen Tag über wertvolle Arbeit im Wind. Für Freizeitradler zeigt das: Wer im Windschatten fährt, spart bis zu 30 Prozent Energie. Wenn du mit Freunden unterwegs bist, solltet ihr euch in der Führung regelmäßig abwechseln. Ein geordneter Kreisel, bei dem jeder mal im Wind fährt und sich danach wieder hinten einreiht, hält das Tempo hoch und schont die Kräfte aller Beteiligten.
Manchmal bedeutet Teamarbeit auch, die eigenen Ambitionen hintenanzustellen. Florian Lipowitz zeigte nach seinem schweren Schlüsselbeinbruch bei der Tour de France beim Giro della Toscana eine starke Leistung. Wie die FAZ berichtete, leistete er wertvolle Führungsarbeit für seinen Teamkollegen Giulio Pellizzari, der das Rennen schließlich gewann. Lipowitz nutzte die Rennhärte, um sich für kommende Aufgaben wieder in Form zu bringen.
Auch Kevin Vermaerke von UAE Team Emirates zeigte extremen Einsatz. Nachdem sein Kapitän Tadej Pogačar nach einem schweren Sturz auf der 8. Etappe mit Schlüsselbein- und Halswirbelbrüchen sowie einer Gehirnerschütterung die Saison vorzeitig beenden musste, war das Team dezimiert. Vermaerke ging laut Velo by Outside immer wieder in die Offensive und verbrachte hunderte Kilometer in Ausreißergruppen, um für sein Team die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Das zeigt: Auch wenn der ursprüngliche Plan scheitert, lohnt es sich, dranzubleiben und sich neue Ziele zu setzen.
Die Vuelta verlangt den Fahrern auch körperlich alles ab. Temperaturen von über 32 Grad Celsius machten vielen Profis zu schaffen. Thibau Nys etwa laborierte an Fieber und litt extrem unter der andalusischen Hitze, wodurch er auf der 16. Etappe über eine halbe Stunde verlor. Sein Nationaltrainer Serge Pauwels betonte gegenüber Radsport-News jedoch, dass man in solchen Situationen auf den eigenen Instinkt vertrauen und keine Panik aufkommen lassen darf.
Für dich bedeutet das: Passe dein Training unbedingt den äußeren Bedingungen an. Bei extremer Hitze ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr Pflicht. Wenn der Körper signalisiert, dass nichts mehr geht, ist es keine Schande, das Tempo drastisch zu drosseln oder eine Pause einzulegen. Gesundheit geht immer vor.
Ein weiterer Höhepunkt der Rundfahrt war das Duell zwischen dem Gesamtführenden Enric Mas und dem viermaligen Vuelta-Sieger Primož Roglič. Während Mas im Hochgebirge glänzte, galt Roglič als der deutlich stärkere Zeitfahrer. Laut Velo by Outside hatte Roglič in seiner Karriere bereits 20 Zeitfahren gewonnen, Mas dagegen noch keines. Ein langes Einzelzeitfahren wie das über 32 Kilometer nach Jerez de la Frontera erfordert absolute Disziplin bei der Krafteinteilung.
Beim Zeitfahren fährt man konstant an der eigenen Leistungsgrenze, ohne zu überziehen. Wenn du deine Ausdauer verbessern willst, baue gezielte Intervalle in deine Solofahrten ein. Versuche, über einen festgelegten Zeitraum (zum Beispiel 10 oder 20 Minuten) ein konstant hohes Tempo zu halten, das du gerade noch gleichmäßig durchdrücken kannst. Das schult dein Körpergefühl und deine Tempohärte.
Das nimmst du mit: Nutze bei der nächsten Gruppenausfahrt gezielte Führungswechsel, um Kräfte zu sparen, und passe dein Tempo bei Hitze immer deinem Körpergefühl an.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.