Ausfälle im Tennis und Fußball zeigen, wie schnell Überlastung entsteht. Warum Ignorieren gefährlich ist und wie Reha gesteuert werden muss.
Ob Tennis, Fußball oder Ausdauersport: Die Berichte über verletzte Athleten reißen nicht ab. Im Tennis häufen sich Ausfälle und Absagen drastisch. Laut tennisnet.com verpasste Carlos Alcaraz monatelang Turniere wegen einer Handgelenksverletzung, während Jannik Sinner seine Saison nach Wimbledon wegen einer Entzündung im rechten Knie vorzeitig beenden musste. Beim WTA-Turnier in Wuhan fehlten gleich zehn von 25 Top-Spielerinnen – darunter Elena Rybakina wegen einer Fußverletzung oder Linda Noskova wegen Wadenproblemen. Frances Tiafoe musste in Lyon wegen einer Beinverletzung absagen, und Hoffenheims Albian Hajdari fällt laut Transfermarkt mit Problemen an der Plantarfaszie wochenlang aus.
Diese Fälle verdeutlichen, dass Sportler oft an die Belastungsgrenze geraten. Doch der Umgang mit solchen Problemen entscheidet über die langfristige Gesundheit – und genau hier können Amateure wichtige Lehren ziehen.
Alexander Zverev schleppte sich laut Berichten von tennisnet.com und Tennis365 trotz einer Knöchelblessur durch das Turnier in Shanghai. Im Match gegen Alexander Bublik zuckte er vor Schmerzen zusammen, spielte aber weiter, weil er nach eigener Aussage in seiner Karriere erst einmal aufgeben musste. Zverev räumte ein, dass die Schmerzen im Matchverlauf zunahmen und er seinen Körper nach einer langen Saison immer deutlicher spüre.
Noch drastischer zeigt sich das Ignorieren von Warnsignalen bei der britischen Sprinterin Beth Dobbin. Wie BBC Sport berichtet, trainierte und startete sie trotz Erschöpfung, Halsschmerzen, Schwindel und Taubheitsgefühlen in den Beinen nach vorangegangenen Infektionen weiter. Heute leidet sie an ME (Myalgische Enzephalomyelitis), verbringt den Großteil des Tages im Bett und warnte rückblickend vor den verheerenden Folgen des Weitermachens. Auch Judoka und UFC-Kämpferin Kayla Harrison berichtete laut BJJ Eastern Europe von massiven Problemen: Trotz Taubheitsgefühlen und Schmerzen im Arm versuchte sie einen Kampf vorzubereiten, ehe sie nach monatelangen Therapieversuchen notoperiert werden musste und eine zweistufige Versteifung an der Halswirbelsäule erhielt.
Dass eine erfolgreiche Rückkehr nicht erzwungen werden kann, unterstreicht der Blick auf den Profifußball. Laut The Guardian verzögerte sich das Comeback von Liverpool-Verteidiger Giovanni Leoni nach einer schweren Knieverletzung (unter Beteiligung des vorderen Kreuzbands) um einen weiteren Monat. Trainer Andoni Iraola erklärte, dass man den Prozess extrem vorsichtig angehen müsse und lieber Zeit verliere, als einen Rückschlag zu riskieren. Auch bei Teamkollege Hugo Ekitiké (Achillessehnenverletzung) liege der Fokus auf einem behutsamen Aufbau nach Plan.
Ebenso reagieren Vereine mit bewusster Steuerung: Borussia Dortmund verzichtete laut FAZ bei einer Partie in Bodö auf Innenverteidiger Nico Schlotterbeck. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken und Trainer Niko Kovač begründeten dies mit reiner Belastungssteuerung für das lädierte Sprunggelenk, da die Reisebelastung und der dortige Kunstrasenplatz ungeeignet gewesen wären.
Dass Geduld von Beginn an der Schlüssel ist, zeigt auch das Beispiel der Läuferin Vanessa Mikitenko auf leichtathletik.de. Ihr Trainer Benjamin Stalf setzte über acht Jahre hinweg auf einen behutsamen, langfristigen Leistungsaufbau, der sie kontinuierlich ohne überstürzte Sprünge zum ersten Meistertitel bei den Erwachsenen führte.
Freizeitsportler stehen selten unter dem Termindruck von ATP-Punkten oder Verträgen. Dennoch neigen viele dazu, Warnsignale ähnlich wie Zverev zu übergehen oder bei Verletzungen zu früh wieder voll einzusteigen. Folgende Grundsätze aus den Erfahrungen der Profis helfen dir bei der Steuerung deines Trainings:
Das nimmst du mit: Ignoriere Schmerz und Erschöpfung niemals für kurzfristige Trainingsziele, sondern passe deine Belastung flexibel an.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.