Taktik der Rad-Profis: Was du von Evenepoel, Mas und Co. lernen kannst

Wie teilen sich Profis ihre Kräfte ein, wie trotzen sie extremer Hitze und was bringt das Fahren in schnellen Gruppen? Die Lehren der Stars für deine nächste Ausfahrt.

Wer die Profis bei großen Rundfahrten wie der Vuelta a España oder bei der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften beobachtet, sieht echten Spitzensport. Doch hinter den beeindruckenden Wattwerten steckt vor allem eines: kluge Taktik, präzises Pacing und ein extrem professioneller Umgang mit äußeren Bedingungen. Diese Strategien sind keine Geheimwissenschaft. Du kannst sie ganz einfach für deine eigenen Touren und dein Training nutzen, um effizienter und ausdauernder unterwegs zu sein.

Das Team als Schutzschild: Windschatten und Helfer richtig nutzen

Bei der Vuelta a España zeigt das Team Movistar um den Gesamtführenden Enric Mas wie perfekte Teamtaktik funktioniert. Laut Berichten von Cyclingnews gelingt es Movistar immer wieder, Helfer in Ausreißergruppen zu platzieren. Wenn es im Finale steil wird, lassen sich diese Fahrer zurückfallen, um ihrem Kapitän im flacheren Terrain Windschatten zu spenden und ihn zu unterstützen. Konkurrenten wie Felix Gall (Decathlon CMA CGM) standen dagegen oft isoliert da, weil ihren Teams die nötigen Helfer an den entscheidenden Stellen fehlten.

Für deine eigenen Ausfahrten bedeutet das: Nutze die Gruppe. Windschatten spart bis zu 30 Prozent Energie. Wenn du mit Freunden fährst, wechselt euch in der Führung ab und plant eure Kräfte gemeinsam. Wer an einem Anstieg schwächelt, sollte sich im Windschatten der Stärkeren erholen können, statt im Wind zu verblasen.

Hitzemanagement: Wenn der Körper an seine Grenzen stößt

Die Hitze ist im modernen Radsport ein Dauerthema. Bei der Vuelta-Etappe nach Córdoba in Andalusien herrschten laut Radsport-News Durchschnittstemperaturen von 41 Grad, in Spitzen sogar bis zu 44 Grad. Die Organisatoren kürzten die Etappe deshalb sogar von 190 auf 110 Kilometer. Trotzdem berichteten Fahrer wie Georg Steinhauser, dass Profis im ersten Anstieg Schlangenlinien fuhren. Profis nutzen in solchen Situationen Kühlwesten vor dem Start und versuchen, die Körperkerntemperatur so niedrig wie möglich zu halten.

Wenn du im Hochsommer trainierst, solltest auch du dein Training anpassen. Bei extremer Hitze ist es ratsam, die Intensität deutlich herauszunehmen oder die Route zu verkürzen. Achte penibel auf deine Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr. Sobald du merkst, dass dein Kreislauf überfordert ist oder du dich unwohl fühlst, solltest du eine Pause im Schatten einlegen oder die Fahrt abbrechen. Gesundheit geht immer vor.

Neue Reize setzen: Das Kopecky-Prinzip für mehr Tempohärte

Wie holt man sich den letzten Schliff für ein wichtiges Saisonziel? Die belgische Spitzenfahrerin Lotte Kopecky wählt dafür einen ungewöhnlichen Weg. Wie Velo by Outside berichtet, bestreitet sie zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften gezielt Rennen gegen Junioren-Männer. Der Grund dafür ist die extrem hohe Intensität. Laut dem belgischen Trainingskoordinator Jan Vancompernolle fahren die Junioren extrem angriffslustig und beschleunigen nach Kurven viel härter, als es in reinen Frauenrennen üblich ist. Diese harten Tempowechsel geben Kopecky die nötigen Reize für ihre Form.

Für dein Training kannst du diesen Ansatz übersetzen: Wenn du dich verbessern willst, verlasse deine Komfortzone. Suche dir für manche Ausfahrten Trainingspartner, die einen Tick schneller sind als du, oder schließe dich einer schnelleren Gruppe an. Die kurzen, intensiven Phasen, in denen du dich festbeißen musst, setzen neue Reize und verbessern deine Tempohärte und deine Erholungsfähigkeit.

Pacing und klare Absprachen

Auch die belgische Nationalmannschaft zeigt, wie wichtig klare Absprachen sind. Bei den Weltmeisterschaften in Montréal starten Remco Evenepoel und Wout van Aert als Doppelspitze. Da bei Weltmeisterschaften ohne Funk gefahren wird, betont Nationaltrainer Serge Pauwels, wie entscheidend eine glasklare Absprache vor dem Rennen ist, damit die beiden Kapitäne sich nicht gegenseitig neutralisieren, sondern voneinander profitieren.

Egal ob du ein Jedermann-Rennen bestreitest oder eine lange RTF fährst: Klärt vorher ab, wer welche Rolle übernimmt, wie das Tempo gestaltet wird und wo die Treffpunkte sind, falls die Gruppe auseinanderfällt. Ein gut abgesprochener Plan spart unterwegs Stress und sorgt dafür, dass alle sicher und mit Spaß ans Ziel kommen.

Das nimmst du mit: Nutze den Windschatten in der Gruppe strategisch, passe dein Tempo bei Hitze sofort an und setze durch Fahrten mit schnelleren Partnern gezielte Reize für deine Form.

Quellen

Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.