Die Profis bei der Vuelta a España zeigen, wie wichtig Teamwork, die richtige Taktik und das passende Berg-Management sind. So nutzt du diese Strategien für dein eigenes Training.
Ein Radrennen wie die Vuelta a España ist die perfekte Lehrstunde für dein eigenes Straßentraining. Hier zeigt sich unter extremen Bedingungen, wie entscheidend eine kluge Krafteinteilung, die Anpassung an unvorhergesehene Situationen und das richtige Verhalten an Bergen sind. Egal, ob du dich auf ein Jedermann-Rennen vorbereitest oder einfach deine Ausfahrten effizienter gestalten willst: Die Taktiken der Profis lassen sich direkt auf dein Training übertragen.
Wie schnell man sich an einem Anstieg übernehmen kann, zeigte sich auf der 9. Etappe der Vuelta am Alto de Aitana. Laut Berichten von Radsport-News ging das Team Decathlon-CMA CGM um den Kapitän Felix Gall sehr offensiv in den Berg. Seine Helfer machten viel Tempo, doch am Ende verpuffte die Attacke. Gall verlor im Finale den Anschluss an seine direkten Konkurrenten wie Enric Mas und Primoz Roglic.
Gall gab nach dem Rennen offen zu, dass sie es vielleicht ein bisschen zu sehr mit der „Brechstange“ gewollt hätten. Für dein eigenes Training bedeutet das: Geh Anstiege nicht zu aggressiv an. Wenn du am Anfang eines Berges all deine Körner verschießt, fehlt dir am Gipfel oder im Finale die Kraft. Teile dir deine Energie stattdessen gut ein und fahre dein eigenes Tempo, anstatt dich von der Gruppe oder deinen eigenen Ambitionen zu Beginn überreizen zu lassen.
Dass selbst die beste Vorbereitung im Chaos enden kann, zeigte die 10. Etappe nach Elche de la Sierra. Wie Cyclingnews und die Sportschau berichteten, kontrollierte das Team Visma-Lease a Bike das Rennen fast den ganzen Tag über, um einen Sprint für Wout van Aert vorzubereiten. Doch im extrem chaotischen letzten Kilometer machten späte Attacken von Ausreißern den Plan zunichte. Am Ende siegte überraschend Bastien Tronchon, während van Aert enttäuscht Vierter wurde.
Auch im Amateurbereich läuft selten alles nach Plan. Ein plötzlicher Windwechsel, eine Straßensperrung oder der Ausfall eines Mitfahrers erfordern Flexibilität. Wie man mit unerwarteten Änderungen umgeht, zeigte auch die junge Fahrerin Ella Sabo beim Philadelphia Cycling Classic. Laut Cyclingnews musste ihr Team wegen einer Erkrankung kurzfristig umdisponieren. Sabo passte sich an, fuhr taktisch klug und sicherte sich am Ende einen Podestplatz. Für dich heißt das: Bleibe im Training oder bei Ausfahrten flexibel. Wenn ein Intervall wegen des Verkehrs oder des Geländes nicht klappt, erzwinge es nicht, sondern passe deine Einheit spontan an.
Ein Blick auf das Profil der 11. Etappe der Vuelta verdeutlicht, wie wichtig das Training von Übergängen ist. Laut Radsport-News wartet dort rund 30 Kilometer vor dem Ziel der Alto de Aledo – ein acht Kilometer langer Anstieg mit durchschnittlich 4,5 Prozent Steigung, der oben heraus steiler wird. Nach dem Gipfel folgt jedoch kein reines Ausrollen, sondern ein welliges Plateau und eine 15 Kilometer lange, leichte Abfahrt, auf der die Fahrer durchgehend Druck auf die Pedale geben müssen.
Viele Freizeitsportler trainieren nur das Bergauffahren und schalten oben sofort in den Erholungsmodus. Die Profis zeigen jedoch, dass das Rennen oft erst nach dem Gipfel entschieden wird. Nutze dies für dein Training: Gewöhne dir an, nach der Kuppe eines Hügels nicht sofort die Beine hängen zu lassen. Trainiere den Übergang, indem du direkt nach dem Anstieg für ein paar Minuten das Tempo hochhältst und auch in leichtem Gefälle aktiv weitertrittst.
Das nimmst du mit: Teile deine Kräfte an Anstiegen klug auf, vermeide die Brechstange und halte auch nach der Kuppe den Druck auf den Pedalen aufrecht.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.