Niemals aufgeben: Was wir von den US-Open-Profis lernen können

Ein 0:5-Rückstand oder stundenlange Marathon-Matches: Die US Open zeigen, dass mentale Stärke und Fokus im Freizeitsport oft wichtiger sind als die perfekte Vorhand.

Beim Tennis entscheidet sich ein Match selten nur über die bessere Technik. Wer selbst auf dem Platz steht, kennt das Gefühl: Ein paar leichte Fehler, der Frust steigt, und plötzlich zieht der Gegner uneinholbar davon. Doch die Profis bei den US Open zeigen, dass ein scheinbar aussichtsloser Rückstand oder extreme körperliche Erschöpfung kein Grund sind, den Kopf hängen zu lassen. Aus den dramatischen Duellen in New York lassen sich wertvolle Lehren für das eigene Training und den nächsten Wettkampf ziehen.

Die Kunst des Comebacks: Punkt für Punkt zurückkämpfen

Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für mentale Widerstandskraft lieferte die chinesische Qualifikantin Qinwen Zheng. Laut den Berichten von Tennis Majors und tennisnet.com schaffte sie das Kunststück, in zwei aufeinanderfolgenden Runden einen 0:5-Rückstand aufzuholen. Erst drehte sie im entscheidenden Satz gegen Madison Keys das Spiel, kurz darauf wiederholte sie dieses Comeback im Achtelfinale gegen die favorisierte Iga Swiatek und gewann noch mit 7:5 und 6:3.

Zheng erklärte nach dem Match gegen Swiatek, wie sie diese Extremsituation meisterte: Sie konzentrierte sich ausschließlich auf den jeweils nächsten Ballwechsel. Das ging so weit, dass sie beim Stand von 4:5 im ersten Satz den Spielstand komplett vergessen hatte. Für Freizeitsportler ist das die wichtigste Lektion: Wer zu weit nach vorne blickt oder mit vergebenen Chancen hadert, verliert den Fokus. Es gilt, die Vergangenheit abzuhaken und jeden Ballwechsel als neues, isoliertes Spiel zu betrachten.

Durchhaltevermögen in der Crunchtime

Wie wichtig es ist, auch bei schwindenden Kräften die taktische Disziplin zu wahren, zeigte das Marathon-Match zwischen Botic van de Zandschulp und Arthur Gea. Mit einer Spielzeit von 5 Stunden und 13 Minuten ging die Partie als viertlängstes Match in die Geschichte der US Open ein. Gea stand kurz vor dem historischen Einzug ins Viertelfinale, vergab jedoch einen Matchball und konnte das Match bei eigenem Aufschlag nicht ausservieren. Van de Zandschulp nutzte diese kleinen mentalen Wackler, blieb geduldig und holte sich am Ende den Sieg.

Auch Alexander Zverev demonstrierte beim glatten Drei-Satz-Sieg gegen Luciano Darderi, wie wichtig ein kühler Kopf ist. Als Darderi im dritten Satz stärker wurde und sich in den Tiebreak rettete, verließ sich Zverev auf seine größte Stärke – den Aufschlag – und hielt dem Druck stand. Wenn es im eigenen Match eng wird, hilft es, sich auf die eigenen Grundschläge zu besinnen, anstatt riskante Gewinnschläge zu erzwingen.

Fokus auf das eigene Spiel statt auf die Tabelle

Oft blockiert uns der Druck, den wir uns selbst machen – sei es die Jagd nach Leistungsklassen-Punkten oder der Aufstieg in der Vereinsliga. Elena Rybakina, die bei den US Open kurz vor dem Sprung an die Spitze der Weltrangliste stand, formulierte einen klugen Ansatz für den Umgang mit solchen Erwartungen. Sie betonte, dass der Fokus ganz auf dem Gewinnen der einzelnen Matches liegen müsse. Die Rangliste sei lediglich die automatische Folge des sportlichen Erfolgs.

Für dein nächstes Match bedeutet das: Blende die Tabelle, die Stärke des Gegners oder mögliche Konsequenzen für deine Wertung komplett aus. Konzentriere dich stattdessen auf deine Taktik, deine Beinarbeit und die saubere Ausführung deiner Schläge.

Das nimmst du mit: Blende den Spielstand und die Tabelle komplett aus und konzentriere dich im Match ausschließlich darauf, den nächsten Ball sauber über das Netz zu spielen.

Quellen

Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.