Feste Rituale vor dem Aufschlag, der Umgang mit Emotionen und mentale Stärke bei Big Points entscheiden Matches. So verbesserst du deine Bilanz auf dem Platz.
Jeder Tennis-Amateur kennt diese Situation: Der erste Aufschlag landet im Netz, der Puls steigt, und plötzlich flattert das Händchen beim zweiten Versuch. In engen Match-Situationen entscheidet sich Tennis vor allem im Kopf. Wer seine Emotionen nicht im Griff hat, vergibt wichtige Big Points. Doch mentale Stärke und Konstanz sind keine angeborenen Superkräfte, die nur den Profis auf der Tour vorbehalten sind. Durch gezielte Routinen und die richtige Einstellung lässt sich das eigene Spiel stabilisieren – egal auf welchem Niveau.
Ein aktuelles Beispiel von den Profis zeigt, wie extrem Routinen gelebt werden können: Alexander Zverev sorgt regelmäßig für Diskussionen, weil er den Ball vor dem Aufschlag extrem oft aufspringen lässt. Laut Statistiken der US Open tippte er den Ball in seinen ersten fünf Partien bis zum Viertelfinale über 12.000 Mal auf – im Schnitt mehr als 15 Mal pro Aufschlag. Gegner wie Karen Khachanov zeigten sich davon genervt, da es den Rhythmus beim Return stört. Zverev selbst erklärt, dass er dies nicht als bewusste Taktik einsetzt, sondern automatisch tut, wenn er unter Druck steht oder sich stark konzentrieren muss.
Für dich als Freizeitspieler bedeutet das: Eine feste Routine vor dem Service – sei es dreimaliges Tippen des Balls, ein tiefer Atemzug oder das bewusste Zurechtlegen des Schlägers – gibt dir in Stresssituationen Sicherheit. Sie hilft dir, den Fokus neu zu bündeln und den vorherigen Ballwechsel mental abzuhaken. Auch wenn du es nicht so extrem wie Zverev treiben musst, hilft dir ein fester Ablauf, die Fehlerquote beim Aufschlag zu senken.
Wie unterschiedlich Spieler mit ihren Gefühlen auf dem Platz umgehen, zeigt das Duell zwischen Elena Rybakina und Aryna Sabalenka. Sabalenka gilt als emotionale Spielerin, die auf dem Platz mitlebt, aber auch an ihren Ausbrüchen scheitern kann. Bei ihrer Finalniederlage in New York zertrümmerte sie frustriert ihren Schläger und kassierte eine Verwarnung, weil sie einen Ball ins Publikum schoss. Rybakina hingegen gilt als das genaue Gegenteil: Sie bewahrt selbst in extremen Drucksituationen äußerliche Ruhe, jubelt kaum und spielt jeden Punkt unabhängig vom Spielstand mit der gleichen Selbstkontrolle.
Für dein nächstes Match zeigt das: Emotionale Ausbrüche kosten wertvolle Energie. Wenn du merkst, dass Wut oder Enttäuschung die Oberhand gewinnen, versuche wie Rybakina tief durchzuatmen und dich ausschließlich auf den nächsten Punkt zu konzentrieren. Wer sich von Fehlern herunterziehen lässt, verliert den roten Faden.
Ein weiterer Schlüssel für den Erfolg ist der Umgang mit Erwartungen. Wenn man als Favorit in ein Match geht, blockiert das oft die eigene Lockerheit. Der britische Rollstuhltennis-Spieler Alfie Hewett berichtete nach seinem US-Open-Sieg, dass er nach einer bitteren Niederlage in Wimbledon in den Spiegel schauen musste. Er war dort zu feige und schüchtern aufgetreten. Erst die Rückkehr zu seinem mutigen, entschlossenen Spiel brachte ihm den nächsten Grand-Slam-Titel. Auch Ben Shelton profitierte von einem Rat des Altmeisters Rafael Nadal, der betonte, wie schwer der mentale Neustart nach einem Turniersieg beim nächsten Event ist. Man muss sich immer wieder neu auf die Grundlagen fokussieren.
Wenn du das nächste Mal als Favorit auf dem Platz stehst oder nach einem Erfolg ein Tief spürst: Akzeptiere, dass jedes Match bei Null beginnt. Konzentriere dich auf deine Stärken, agiere mutig in den Big Points und lass dich nicht von der Angst vor Fehlern bremsen.
Das nimmst du mit: Entwickle eine feste Routine vor jedem Aufschlag und atme bei engen Spielständen bewusst tief durch, um die Konzentration hochzuhalten.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.