Extreme Ultraläufe wie der UTMB verlangen Athleten alles ab. Die Ergebnisse zeigen: Wer gewinnen will, braucht neben Ausdauer vor allem die richtige Strategie im Kopf.
Ein extrem langes Rennen wie der Ultra-Trail du Mont-Blanc (UTMB) über rund 108 Meilen (ca. 173 Kilometer) und rund 33.000 Höhenmeter ist weit mehr als nur ein körperlicher Härtetest. Wenn die Weltspitze der Trailrunner in Chamonix zusammenkommt, entscheiden oft die mentale Einstellung und die Renntaktik über Sieg, Podestplätze oder das vorzeitige Aus. Die Ergebnisse und Rennverläufe der UTMB-Wettbewerbe zeigen deutlich, wie unterschiedlich die Herangehensweisen der Profis sind – und was sich Freizeitläufer davon abschauen können.
Wie die Berichte von Medien wie Trail Runner Magazine und Runner's World zeigen, führen im Ultralauf verschiedene Taktiken ans Ziel. Der US-Amerikaner Ben Dhiman wählte bei seinem historischen Sieg, bei dem er als erster Läufer die 19-Stunden-Marke knackte, einen extrem offensiven Ansatz. Laut eigener Aussage schenkte er der Strecke keinen Respekt und pushte von Anfang an so hart wie möglich. Nachdem er die Führung übernommen hatte, baute er seinen Vorsprung kontinuierlich aus.
Das genaue Gegenteil demonstrierte sein Landsmann Caleb Olson, der sich den dritten Platz sicherte. Er ging das Rennen kontrolliert an, lag anfangs auf dem zehnten Platz und arbeitete sich im Laufe der Nacht geduldig nach vorne. Auch bei kürzeren Distanzen wie dem 60 Kilometer langen OCC-Rennen zahlte sich Geduld aus: Die US-Amerikanerin Lauren Gregory hielt sich lange zurück, vertraute auf ihre Tempohärte und fing die Führende erst auf dem letzten Kilometer im Sprint ab. Die Norwegerin Yngvild Kaspersen lag beim CCC-Lauf zur Hälfte des Rennens sogar außerhalb der Top 10 und kämpfte sich mit einer starken zweiten Hälfte noch zum Sieg.
Ein Schlüssel zum Erfolg im Ultrabereich ist die Fähigkeit, mit unvorhergesehenen Problemen und Rückschlägen umzugehen. Das Wetter erzwang beim UTMB eine zweistündige Startverzögerung, wodurch die Läufer fast sofort in die Dunkelheit geschickt wurden. Blandine L’Hirondel, die Siegerin bei den Frauen, ließ sich davon nicht beirren und passierte die frühen Verpflegungsstationen mit einem Lächeln im Gesicht – ein Zeichen mentaler Lockerheit, obwohl sie im Finale des Rennens mit schweren Stürzen und zitternden Beinen zu kämpfen hatte.
Auch der Drittplatzierte des CCC-Rennens, Hans Troyer, bewies mentale Widerstandskraft. Nach einem bitteren Ausstieg beim Western States im Juni kanalisierte er seine Enttäuschung in eine starke Leistung beim CCC. Er lief das gesamte Rennen ohne Stöcke und nahm es mit Humor, als er bergauf von Konkurrenten mit Stöcken überholt wurde – für ihn eine wichtige Lektion für zukünftige Rennen.
Die Strategien der Profis lassen sich gut auf das eigene Training und die Vorbereitung von Hobbyläufern übertragen. Wer lange Distanzen bewältigen möchte, sollte sich nicht nur auf die körperliche Fitness verlassen:
Das nimmst du mit: Teile dir deine Kräfte von Anfang an geduldig ein und lerne, flexibel auf unvorhergesehene Situationen zu reagieren.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.