Ashtanga Yoga Cheat Sheet

Die wichtigsten Takeaways für Einsteiger – die feste Primary Series, Mysore-Style und warum Atem, Blick und Bandha immer zusammen laufen.

Die Primary Series in 3 Blöcken

BlockWas passiert
Standing SequenceStehende Haltungen wie Dreieck und Halbmond – baut Hitze auf, richtet Hüfte, Knie und Sprunggelenk aus.
Seated SequenceDas Herzstück: Vorbeugen, Drehungen, Hüftöffner – jede Pose von einem eigenen Vinyasa eingerahmt.
Closing SequenceUmkehrhaltungen plus eine Rückbeuge, dann Ruhe – reguliert gezielt das Nervensystem zum Abschluss.

Einstieg: Mysore oder Led Class

Die 3 goldenen Technik-Regeln

Faktor 1: Tristhana – drei Dinge auf einmal

Konzept: Tristhana verbindet Ujjayi-Atem, Drishti-Blickpunkt und Bandhas gleichzeitig – das macht Ashtanga zur bewegten Meditation, nicht zur Gymnastik. Tipp: Ujjayi durchgehend gleichmäßig halten, den festen Drishti-Punkt der Pose suchen und Bandhas sanft statt maximal aktivieren.

Faktor 2: Der Vinyasa-Count ist Gesetz

Konzept: Jede Bewegung zwischen den Posen wird auf Sanskrit gezählt – das unterscheidet echtes Ashtanga von generischem Flow-Yoga und macht Übergänge gleichmäßig. Tipp: Surya Namaskara A zählt neun, B zählt 17 Vinyasas – beide fünfmal hintereinander, Schreiten statt Springen ändert die Zahl nicht.

Faktor 3: Reihenfolge und Tempo nie erzwingen

Konzept: Traditionell entscheidet die Lehrperson, wann eine neue Serie oder Pose dazukommt – Schutz vor Selbstüberschätzung, kein Bremsklotz. Tipp: Jump Back und Jump Through sind kein Muss: Schreiten ist die anerkannte Vorstufe, bis Handgelenke, Rumpf und Hüftbeuger über Monate stark genug sind.

Rhythmus & Progression

ElementKurz erklärt
Praxis-RhythmusTraditionell 6 Tage pro Woche plus Mondtage – Einsteiger starten realistisch mit 2–3 festen Terminen.
Serien-ProgressionPrimary → Intermediate → vier Advanced-Stufen – die Lehrperson entscheidet, nie der Alleingang.
MondtageVoll- und Neumond sind bewusste Ruhetage nach der Methode, kein verpasstes Training.

Sicher in der festen Serie

Pro-Tipp: Dieselbe Sequenz jede Woche ist kein Nachteil, sondern dein Messinstrument: Was sich diese Woche leichter anfühlt als letzte, ist echter Fortschritt – nicht Einbildung, weil die Variablen gleich bleiben.