Die wichtigsten Takeaways für Einsteiger – die weltweit identische Route, explosives Training statt Kraftausdauer und die 0,1-Sekunden-Regel im Start.
| Element | Bedeutung | Tipp |
|---|---|---|
| Sicherung | Hoch | Ein Auto-Belay-System sichert automatisch – du bedienst nie selbst ein Sicherungsgerät. |
| Schuhe | Hoch | Steife Sohle (3,5–4,5 mm) statt weicher Boulderschuh – feste Plattform für kleine Tritte. |
| Ausrüstung reduzieren | Niedrig | Wenig bis kein Chalk-Bag, eng anliegende Kleidung – jedes Gramm kostet Zehntelsekunden. |
Konzept: Wer zu früh aufs Tempo drückt, verlernt die Route – Fehler passieren fast doppelt so oft beim Fußtreffen wie beim Greifen. Tipp: Die Route in vier Abschnitten erst fehlerfrei in Zeitlupe laufen, dann Sektion für Sektion Tempo aufbauen.
Konzept: Speed ist anaerob und plyometrisch – Kraftausdauer-Training vom Seil- oder Boulderklettern bringt hier fast nichts. Tipp: Plyometrie, Sprünge und Bergauf-Sprints ins Programm holen – 2–3 intensive Einheiten pro Woche, mindestens 48 h Pause dazwischen.
Konzept: Der 2018 eingeführte Step-up-Dyno überspringt Griff 2 und spart rund 14,5 % Zeit im Start – seither fielen fast doppelt so viele Rekorde. Tipp: Beinwinkel und kurze Bodenkontaktzeit erklären den Start besser als Armkraft – nur mit Trainer und erst über Matte üben.
| Phase | Ablauf |
|---|---|
| Qualifikation | Zwei Läufe auf Bahn A und B, die schnellere Zeit zählt fürs Ranking 1–14. |
| K.-o.-Duelle | Ein Lauf pro Duell, kein zweiter Versuch – Rang 1 gegen Rang 14, Rang 2 gegen Rang 13. |
| Fehlstart-Regel | Im K.-o. sofortiger Verlust ohne zweite Chance – in der Quali zählt er nur als schlechtere Zeit. |
| Finale | Kleines Finale um Platz 3, großes Finale um Gold und Silber – meist direkt hintereinander. |
Pro-Tipp: Filme deinen Start einmal pro Woche von der Seite und miss nur eine Zahl: die Zeit bis zum dritten Griff. Speedklettern-Fortschritt entsteht in Zehntelsekunden am Start, nicht im Gefühl der ganzen Route.