Powerlifting Cheat Sheet

Die wichtigsten Takeaways für Einsteiger – die drei Big Lifts technisch meistern, richtig bracen und deinen ersten Wettkampf verstehen.

Die drei Big Lifts

LiftTechnik-Kern
Kniebeuge (Squat)Hantel low-bar auf dem hinteren Delt, Hüftfalte sinkt unter Kniehöhe – das ist Wettkampftiefe.
Bankdrücken (Bench)Bogen aus dem oberen Rücken, mittlerer bis weiter Griff, kurze Pause auf der Brust vor dem Kommando.
Kreuzheben (Deadlift)Hantel dicht am Schienbein, Spannung vor dem Zug rausziehen, Hüfte und Brust steigen gemeinsam.

Die 3 goldenen Technik-Regeln

Faktor 1: Bracing schützt den Rücken

Konzept: Der untere Rücken ist die häufigste Verletzungsstelle im Powerlifting – ungebracet trägst du jede schwere Wiederholung allein über die Wirbelsäule. Tipp: Tief in den Bauch atmen, rundum anspannen (360°) und die Luft für die schwere Wiederholung halten – der Gürtel verstärkt das nur, er ersetzt es nicht.

Faktor 2: Wettkampftiefe bei der Kniebeuge

Konzept: Nur wenn die Hüftfalte unter die Kniehöhe sinkt, zählt die Wiederholung im Wettkampf – „Knie über die Zehen“ ist dabei normal, kein Verletzungsrisiko. Tipp: Hüfte und Knie gleichzeitig beugen, über die ganze Fußfläche drücken, bis die Hüftfalte spürbar unter die Knie sinkt – dann erst explosiv hoch.

Faktor 3: RPE statt starrem Prozent

Konzept: Wer jeden Satz bis zum Versagen fährt, sammelt Ermüdung statt Kraft – für Maximalkraft reicht RPE 7–9 (1–3 Wiederholungen in Reserve). Tipp: Nach jedem Satz ehrlich schätzen, wie viele saubere Wiederholungen noch gegangen wären, und die Last so an gute wie schlechte Tage anpassen.

Einstieg: Die Basics

Sumo oder Conventional?

ThemaKurz erklärt
ConventionalFüße hüftbreit, Hände außerhalb der Beine – längerer Hantelweg, 25–40 % mehr mechanische Arbeit.
SumoBreiter Stand, Hände innerhalb der Beine – kürzerer Weg, schont oft den unteren Rücken mehr.
StilwahlDeine Hüftstruktur entscheidet, nicht deine Größe – beide Varianten einige Monate testen und vergleichen.
Gültige WiederholungHantel bleibt am Körper, Rücken neutral, oben voll durchgestreckt und schulterfrei stehen.

Wettkampftag

Pro-Tipp: Dein 1RM ist nicht die Zahl, mit der du prahlst, sondern die, die du am Wettkampftag triffst: Trainiere mit RPE 7–9 und teste maximal nur am Blockende – wer jede Woche maxt, trainiert sein Nervensystem müde statt stark.