Eiskunstlauf Cheat Sheet

Die wichtigsten Takeaways für Einsteiger – das Kantensystem verstehen, Rotation vor dem Absprung aufbauen und Landungen sicher abfangen.

Equipment

ElementBedeutungTipp
BootHochNicht zu steif kaufen (Overbooting) – passend zu heutigem Level und Gewicht, nicht zum Zukunftsziel.
Kufe & ZackenreiheHochDie vordere Zackenreihe ist dein Sprung-Werkzeug – bei Freizeitkufen fehlt sie komplett.
HohlschliffMittelGrößerer Radius (3/4–1 Zoll) gibt dir als Einsteiger mehr Gleiten und Stabilität.

Realistisch einsteigen

Die 3 goldenen Technik-Regeln

Faktor 1: Das Kantensystem ist deine Sprache

Konzept: Jeder Sprung startet auf einer festen Absprungkante – das Vier-Buchstaben-System (z. B. LFO, RBI) beschreibt Richtung, Fuß und Kantentyp. Tipp: Übe Dreier (Kanten- und Richtungswechsel auf einem Fuß) und Mohawk (Richtungswechsel mit Fußwechsel) auf großen, langsamen Kreisen, bevor du an Sprünge denkst.

Faktor 2: Rotation entsteht vor dem Absprung

Konzept: Der Drehimpuls kommt aus Bein- und Armarbeit vor dem Absprung – in der Luft macht nur das enge Anziehen die Geschwindigkeit. Tipp: Zieh Arme und Beine erst nach sicherem Einstieg eng an – je kompakter die Position, desto schneller die Rotation, bei Sprüngen wie bei Pirouetten.

Faktor 3: Landung kostet das 5- bis 8-Fache deines Gewichts

Konzept: Landungen belasten deinen Körper mit dem 5- bis 8-Fachen des Körpergewichts – vergleichbar mit einem Sturz aus fast zwei Metern. Tipp: Dokumentiere deine Sprunganzahl pro Training und bau Erholungspausen zwischen Sprungserien ein – Wiederholung, nicht der einzelne Sturz, ist die Hauptgefahr.

Sprünge: Zacke, Kante, Axel

SprungtypKurz erklärt
ZackensprüngeToeloop → Flip → Lutz, in dieser Lernreihenfolge – die Zackenreihe hilft beim Absprung.
KantensprüngeSalchow → Rittberger, rein aus der Kante, ohne Zackenimpuls.
AxelSonderfall mit Vorwärtsabsprung – rund 17 % mehr Rotation als andere Sprünge derselben Stufe.

Sicher an die Sprünge

Pro-Tipp: Miss deine Rotation, statt sie zu erahnen: Filme Sprung oder Pirouette einmal im Monat aus demselben Winkel und vergleiche nur eine Zahl – wie eng die Position, wie zentriert die Drehung. Die DEU-Stufentests geben dir dafür feste Etappenziele.