Sport-Abenteuer in Südkorea

Die besten Sport-Spots und Abenteuer in Südkorea – Reisetipps, Packlisten und Erfahrungen von DOMISPORTS.

Spots in Südkorea

Jeju-do

Jeju · Wandern, Surfen, Tauchen · Beste Zeit: Mär–Nov

Vulkaninsel mit Vollprogramm: Du besteigst den Hallasan, Südkoreas höchsten Berg, surfst an schwarzen Lavastränden und folgst den Olle-Küstenwegen einmal um die Insel. Dazwischen holen die berühmten Haenyeo-Taucherinnen ihre Fänge aus dem Meer. Hallasan Summit Hike — früh starten, ab 12 Uhr gesperrt.

Seoraksan

Gangwon · Wandern, Klettern · Beste Zeit: Mär–Nov

Koreas dramatischster Nationalpark: Granitzacken, Klammen und Stahltreppen-Passagen wie am Ulsanbawi machen aus Wanderungen kleine Abenteuer. Im Herbst färbt sich der ganze Park rot — dann musst du früh los, um den Massen zu entgehen. Ulsanbawi Rock (873m) — 808 Stufen, aber der View lohnt sich.

Für Klettern: Granitwände im Seoraksan-Nationalpark: Ulsanbawi mit vielen Trad-Routen, dazu Platten und senkrechte Wände am Jang-gun-bong und die überhängende Juk-byuk, Grade 5.8 bis 5.11d. Klettern ist von Mitte Mai bis Ende Oktober freigegeben und nur mit vorab beantragter Genehmigung erlaubt; Zustieg ab Parkplatz 1 bis 1,5 Stunden.

Bukhansan

Seoul · Wandern, Klettern · Beste Zeit: Mär–Nov

Ein echter Granit-Nationalpark in U-Bahn-Reichweite von Seoul: Die Gipfelrouten zum Baegundae sind kurz, aber steil, mit Seilpassagen und großem Stadtblick als Belohnung. Werktags am Morgen hast du die Felsen fast für dich. Baegundae Peak (836m) — Seoul's höchster Punkt, 3h Aufstieg.

Für Klettern: Granitklettern über Seoul: Insubong im Bukhansan-Nationalpark ist eine Mehrseillängen-Kuppel mit 26 erfassten Routen, überwiegend Platten und Risse, Grade 5.6 bis 5.12a, ganz überwiegend selbst abzusichern und teils weit ausgesetzt. Anfahrt mit der U-Bahn bis Ui, Ausgang 2, dann Sammeltaxi (ab 2.000 Won); an Sonntagen ist es voll.

Gyeongju

Gyeongsang · Radfahren, Wandern · Beste Zeit: Mär–Nov

Ein Museum ohne Wände, erfahrbar per Rad: Zwischen Grabhügeln, Tempeln und Pagoden aus der Silla-Zeit rollst du auf flachen Wegen durch anderthalb Jahrtausende Geschichte. Sport und Sightseeing verschmelzen hier zu einem Tag. Gyeongju per Leih-Rad — die ganze Stadt ist flach und fahrradfreundlich.

Für Radfahren: Gyeongju hat seit 1994 sechs Radrouten mit zusammen 108 km angelegt, die an Fundstätten und Bauten der Silla-Zeit vorbeiführen. Leihräder gibt es unter anderem am Bahnhof Gyeongju und im Bomun-Tourismuskomplex.

Hallasan (Jeju)

Jeju · Wandern, Trekking · Beste Zeit: Mär–Nov

Südkoreas höchster Gipfel ist ein langer Tagesmarsch: Rund 19 Kilometer hin und zurück führen zum Kratersee auf 1.947 Metern. Die Wege sind bestens ausgebaut, aber konditionell ehrlich — Startzeiten sind reglementiert, also früh los. Seongpanak Trail (9h) zum Gipfel — der populärste Aufstieg.

Yangyang

Gangwon · Surfen, SUP, Schwimmen · Beste Zeit: Mai–Okt

Yangyang ist die Surf-Hauptstadt Südkoreas: Am Jukdo Beach brechen zwischen den Wellenbrechern weiche, gutmütige Wellen über Sandgrund — perfekt für deine ersten Take-offs. Über 20 Surfshops und Schulen reihen sich am Strand, Board und Neo leihst du dir direkt vor Ort. Im Herbst schieben Taifun-Swells auch für Fortgeschrittene ordentlich was rein. Seit die Seoul-Yangyang-Autobahn 2017 offen ist, bist du in unter 2 Stunden von Seoul am Jukdo Beach — komm unter der Woche, am Wochenende ist das Line-up voll.

Für SUP: Surfyy Beach ist ein rund 1 km langer, dem Wellenreiten vorbehaltener Abschnitt des Hajodae-Strands; das Paddleboard kostet dort 40.000 Won, geöffnet ist ganzjährig von 9 bis 20 Uhr. Zwei Dinge vorher wissen: fremdsprachige Betreuung im Unterricht gibt es nicht, und Schwimmen oder Schnorcheln sind auf diesem Abschnitt nicht erlaubt.

Für Surfen: Weiche, langsam brechende Wellen von etwa 2 bis 5 Fuß über langen Sandstränden — Anfänger- und Aufsteiger-Terrain, mehr gibt die Küste kaum her. Jukdo Beach zwischen seinen Wellenbrechern ist der Lernstrand mit Surfschulen vor Ort. Am meisten Swell bringt das Taifun-Fenster im September und Oktober.

Jirisan-Nationalpark

Gyeongsang · Trekking, Wandern, Trailrunning · Beste Zeit: Apr–Nov

Koreas ältester und größter Bergnationalpark mit dem höchsten Festlandsgipfel: Cheonwangbong, 1.915 Meter. Das Sahnestück ist der rund 25 Kilometer lange Haupt-Grat, den du mit Übernachtungen in acht bewirtschafteten Schutzhütten in 2–3 Tagen abläufst. Wer weniger Zeit hat, holt sich den Gipfel auch als knackige Tagestour ab Jungsan-ri. Die Schlafplätze in den Berghütten wie Jangteomok musst du vorab online reservieren — ohne Buchung kein Ridge-Trek.

Für Trailrunning: Die Traverse vom Hwaeomsa-Tal über den Hauptkamm zum Cheonwangbong misst rund 63 km bei etwa 3.522 Höhenmetern; Trail Run Project stuft 73 Prozent als laufbar ein, dazwischen liegen steile, felsige Passagen. Wildcampen ist verboten, übernachtet wird in reservierten Schutzhütten wie Yeonhacheon oder Jangteomok. Die Parkverwaltung sperrt Abschnitte kurzfristig, im Winter wegen Brandgefahr.

Danyang

Chungcheong · Paragliding, Höhlentouren, Wandern · Beste Zeit: Apr–Okt

Danyang ist DAS Paragliding-Epizentrum Koreas: Vom Yangbangsan segelst du über Flussschleifen und Karstberge Richtung Namhangang — hier werden sogar nationale und internationale Wettkämpfe geflogen. Als Anfänger buchst du einen Tandemflug mit Profi-Pilot, null Vorerfahrung nötig. Danach lohnt der Abstecher in die Tropfsteinhöhle Gosu oder auf die Wanderwege des benachbarten Sobaeksan. Gestartet wird vom 650 Meter hohen Yangbangsan direkt über dem Namhan-Fluss — Tandempiloten nehmen dich schon ab 15 kg Körpergewicht mit.

Yongpyong

Gangwon · Skifahren, Snowboarden, Wandern · Beste Zeit: Dez–Mär

Koreas größtes Skigebiet am Balwangsan in Pyeongchang: 28 Pisten, 14 Lifte und im Schnitt 250 Zentimeter Schnee pro Saison. Von breiten Anfängerhängen bis zu den steilen Olympia-Abfahrten der Rainbow-Zone ist für jedes Level was dabei, die Saison läuft von Mitte November bis Anfang April. Boarder sind hier genauso zu Hause wie Skifahrer — und im Sommer bringt dich die Gondel zum Wandern auf den Gipfel. Die 5,6 Kilometer lange Rainbow-Abfahrt am Balwangsan war 2018 Olympia-Strecke für Slalom und Riesenslalom — und ist die zweitlängste Piste des Landes.

Für Snowboarden: Olympiagelände von 2018 in Pyeongchang, wo die alpinen Technikdisziplinen liefen: 28 Abfahrten mit zusammen 29,1 km zwischen 745 und 1.450 m, 14 Lifte. Der Dragon Park ist 500 m lang bei 108 Höhenmetern. Saison Mitte November bis Anfang April, im Schnitt über 2,5 m Naturschnee im Jahr.

Für Skifahren: Yongpyong reicht von 745 auf 1.450 m, 705 Höhenmeter auf 24 Pistenkilometern — 41 % davon schwer, nur 12 % leicht, dazu 14 Lifte. Die Rainbow-Abfahrten auf der Rückseite des Dragon Peak erreicht man über die 8er-Gondel zum Gipfel. Saison Mitte November bis Anfang April; 2018 liefen hier die olympischen Technikrennen.

Ulleungdo

Gyeongsang · Wandern, Kajakfahren, Schnorcheln · Beste Zeit: Apr–Okt

Vulkaninsel mitten im Ostmeer, nur per Fähre erreichbar — und Koreas abenteuerlichste Insel. Du steigst durch den Nari-Kessel auf den 984 Meter hohen Seonginbong, läufst den spektakulären Haengnam-Küstenpfad an Felsformationen entlang und paddelst oder schnorchelst im glasklaren Wasser vor der Steilküste. Plane 2–3 Tage ein, sonst hetzt du nur. Die Fähre vom Festland braucht gut drei Stunden und die See ist oft rau — Reisetabletten einpacken.