Die besten Sport-Spots und Abenteuer in Madagaskar – Reisetipps, Packlisten und Erfahrungen von DOMISPORTS.
Diana · Tauchen, Schnorcheln · Beste Zeit: Apr–Dez
Madagaskars Tauch-Hauptstadt: warmes Wasser, Riffe um vorgelagerte Inselchen und von Oktober bis Dezember Walhaie direkt vor der Küste. Einstieg und Kurse sind so günstig wie kaum sonst im Indischen Ozean. Tanikely Marine Reserve für garantiertes Schildkröten-Schnorcheln.
Für Tauchen: Nosy Be deckt beide Enden ab: Der Meerespark Nosy Tanikely ist für alle Brevetstufen offen, der Steilhang Grand Banc am Mosambik-Kanal bringt Graue Riffhaie, Weißspitzen und gelegentlich Hammerhaie. Der Platz Canyon gilt als Tauchgang für Erfahrene. Über 400 Korallenarten; Buckelwale von August bis Oktober, Walhaie im Oktober und November.
Melaky · Klettern, Trekking · Beste Zeit: Mai–Okt
UNESCO-Welterbe aus messerscharfen Kalksteinnadeln, durchzogen von Klettersteigen, Hängebrücken und Schluchten. Die Piste ab Morondava ist nur in der Trockenzeit passierbar — Anreise fest einplanen. Via Ferrata durch die Tsingy — Klettersteig in surrealer Landschaft.
Für Klettern: Geklettert wird hier am Klettersteig: Gurt, Stahlseil und Leitern führen durch die bis zu 100 m hohen Kalknadeln, dazu eine Hängebrücke 70 m über der Schlucht. Der Grand Tsingy ist von Juni bis Oktober zugänglich, Juli bis September sind temperaturmäßig angenehmer. Die Passagen gelten als anstrengend.
Ihorombe · Schwimmen, Trekking, Wandern · Beste Zeit: Apr–Okt
Sandstein-Canyons, Grasland und natürliche Pools — Madagaskars Antwort auf den Grand Canyon. Tageswanderungen mit Bademöglichkeit machen Isalo zum entspanntesten Trekking-Einstieg der Insel. Piscine Naturelle — Schwimmen in smaragdgrünem Pool mitten im Canyon.
Für Schwimmen: Sandsteinmassiv mit 81.540 ha Parkfläche, ganzjährig geöffnet. Gebadet wird in den natürlichen Becken des Parks; am Camp „Piscine Naturelle" gibt es fließendes Wasser, Toiletten und Duschen. Der Besuch ist nur in Begleitung eines lokalen Guides erlaubt.
Alaotra-Mangoro · Wandern, Trekking · Beste Zeit: Apr–Dez
Bergregenwald drei Autostunden von Antananarivo — Heimat der Indris, deren Gesang kilometerweit trägt. Kurze, gut markierte Trails machen Andasibe zum leichtesten Regenwald-Einstieg des Landes. Nachtspaziergang für Mausmakis und Chamäleons — ab ~€10.
Für Wandern: Analamazaotra hat vier Rundwege: Indri 1 und Anivokely je 2 Stunden und leicht, Indri 2 mittelschwer, der Circuit Aventure 4 Stunden mit steilen Hängen. Der Besuch ist nur mit zugelassenem lokalem Guide erlaubt; für Tierbeobachtung empfiehlt der Park Mai bis Oktober.
Analanjirofo · Schnorcheln, Kajakfahren · Beste Zeit: Jun–Dez
Ruhige Tropeninsel vor der Ostküste: Riffe zum Schnorcheln, Mangroven fürs Kajak und von Juli bis September ziehen Buckelwale direkt am Ufer vorbei — eine der verlässlichsten Beobachtungsstellen des Indischen Ozeans. Île aux Nattes — schnorcheln und Ruhe pur, kein Strom.
Für Tauchen: Vor Sainte-Marie tauchen die Basen 10 bis 20 Plätze an, darunter die Wracks Serapis und Rays Palace; die Boote starten direkt an der Lagune. Das Wasser liegt bei 25 bis 29 °C, Kurse gibt es ab Open Water. Von Mitte Juni bis Mitte Oktober sind Buckelwale da — beobachtet wird ausschließlich vom Boot, ins Wasser geht man nicht; unter Wasser hört man die Gesänge.
Diana · Kitesurfen, Windsurfen · Beste Zeit: Apr–Nov
Eine der windsichersten Kite-Buchten des Indischen Ozeans, südlich von Diego Suarez: Flachwasser hinterm Riff, Welle draußen und in der Saison regelmäßig über 90 % fahrbare Tage. Lodges liegen direkt am Spot. Jun–Sep bläst der Varatraza-Passat 25+ Knoten — Einsteiger erwischen in den Randmonaten Apr/Mai und Okt/Nov das mildere Fenster.
Für Kitesurfen: Bucht mit cross-onshore Wind von Ende März bis Mitte Dezember; 2017 lagen nur 7 von 245 Tagen unter 15 Knoten. An der Sandbank im Norden steht das Wasser spiegelglatt, draußen am Riff laufen Wellen. Grund ist Sand. Der Spot beim Fischerdorf im Süden ist wegen der Mangroven böig — der nördliche ist die ruhigere Wahl.
Atsimo-Andrefana · Surfen, Schnorcheln · Beste Zeit: Apr–Okt
Vezo-Fischerdorf im tiefen Südwesten mit Riff-Peaks per Bootsanfahrt: die Weltklasse-Linke Flame Balls für Könner, gutmütige Wellen für alle anderen. Südwest-Swell und ablandiger Ost-Passat halten die Saison sauber. Flame Balls nur mit Boot und Erfahrung — Einsteiger paddeln am sanfteren Riff Jelly Babies an.
Für Surfen: Die Wellen liegen auf den vorgelagerten Riffen: Flameballs ist eine Linke, Jelly Babies die seltene Rechte. Saison ist April bis Oktober mit beständigem Südwest-Swell und stetigen ablandigen Passaten; November bis März ist Zyklonzeit. Kein Anfängerrevier. Boote verhandelt man im Hafen von Toliara, jedes Riff hat einen klaren Paddelkanal — Haie gehören dazu.
Haute Matsiatra · Trekking, Wandern · Beste Zeit: Apr–Okt
Granitmassiv mit dem Pic Boby (2.658 m), dem höchsten erwanderbaren Gipfel der Insel. Zwei- bis Viertages-Treks ab dem Namoly- oder Tsaranoro-Tal führen durch Hochplateaus, die eher nach Patagonien als nach Afrika aussehen. Nachts fällt es im Granitmassiv auf um die 0 °C — Schlafsack für Minusgrade einpacken, auch wenn unten 30 °C sind.
Für Wandern: Der Pic Imarivolanitra (Pic Boby) misst 2.658 m; die Route dorthin sind 28 km hin und zurück oder 23 km über die Diavolana-Variante, angesetzt auf 2 Gehtage mit Übernachtung auf Höhe. Die Diavolana-Schleife allein misst 8 km in 10 Stunden, Asaramanitra 6 km in 4 Stunden. Trockenzeit April bis September.
Analanjirofo · Kajakfahren, Schnorcheln, Trekking · Beste Zeit: Jul–Dez
Madagaskars größter Nationalpark, wo Regenwald direkt ins Meer fällt: Seekajak-Touren entlang Mangroven und Buchten, Schnorcheln im Marinepark Tampolo und Dschungel-Trails ab den Lodges. Nur per Boot erreichbar — genau deshalb so leer. Jul–Sep kalben Buckelwale in der Antongil-Bucht — Anreise per Boot ab Maroantsetra einplanen.
Vatovavy · Wandern · Beste Zeit: Sep–Dez
Bergregenwald voller Lemuren — hier wurde 1986 der Goldene Bambuslemur entdeckt, der dem Park seine Existenz sicherte. Gut ausgebaute Trails in allen Längen, dazu namensgebende heiße Quellen im Talort. Nachtwanderung am Parkrand für Chamäleons und Mausmakis — danach in die heißen Quellen im Dorf.
Für Wandern: Ranomafana wird ausschließlich in Begleitung eines Guides begangen. Die Circuits Talatakely und Vatoharanana führen durch feuchten Regenwald, an der Vatoharanana-Route liegen Rastplatz und Zeltplatz. Der Park ist ganzjährig begehbar, empfohlen wird April bis November, am besten morgens.