Die besten Sport-Spots und Abenteuer in Kenia – Reisetipps, Packlisten und Erfahrungen von DOMISPORTS.
Kwale · Tauchen, Kitesurfen, Schnorcheln · Beste Zeit: Jan–Mär
Weißer Sandstrand mit Riff davor: Du kitest über der flachen Lagune, tauchst am Außenriff und schnorchelst im Kisite-Marine-Park mit Delfinbesuch. Der Nordost-Monsun bringt in den ersten Monaten des Jahres Wind und klares Wasser zusammen. Preislich einer der fairsten Wassersport-Standorte am Indischen Ozean. Kisite Marine Park für Delfin-Schnorcheln — Tagesausflug ab Diani.
Für Tauchen: Vor Diani liegen Saumriffe und Pinnacles zwischen 7 und 25 m, dazu Wandpassagen. Das absichtlich versenkte Wrack MV Alpha Funguo ist Advanced-Tauchern vorbehalten. Hauptsaison ist November bis April; Walhaie und Mantas werden vor allem von Januar bis Ende März gesichtet. Mai und Juni sind die schwächsten Monate.
Nyeri · Bergsteigen, Trekking · Beste Zeit: Jan–Mär
Afrikas zweithöchster Berg — und für Trekker über den Point Lenana auf 4985 Metern ohne Kletterei erreichbar. Vier bis fünf Tage auf der Sirimon- oder Chogoria-Route mit Hütten und Camps, deutlich leerer als der Kilimandscharo. Die Felsgipfel Batian und Nelion bleiben Seilschaften vorbehalten. Point Lenana (4.985m) ohne Kletterausrüstung erreichbar — 4-5 Tage.
Narok · Safari · Beste Zeit: Jul–Okt
Kenias Safari-Bühne schlechthin: Von Juli bis Oktober schieben sich die Migrationsherden über den Mara-Fluss — Krokodile inklusive, Gänsehaut garantiert. Löwen, Geparden und Elefanten siehst du das ganze Jahr. Ballonfahrten bei Sonnenaufgang sind teuer, aber ein einmaliger Perspektivwechsel. Jul–Okt für Flussüberquerungen — das ultimative Wildlife-Spektakel.
Kilifi · Tauchen, Schnorcheln, Kitesurfen · Beste Zeit: Okt–Mär
Marine-Schutzgebiet mit Riffen in Schnorcheldistanz: Schildkröten im Seegras, Korallengärten im Park, dazu Kite-Sessions am langen Strand und Paddeltouren durch die Mangroven des Mida Creek. Von Oktober bis März ist das Wasser am klarsten. Entspannter, kleiner Ort mit ernsthafter Schutzgebiets-Arbeit. Watamu Marine Park Schnorcheln ab ~€20.
Für Tauchen: Watamu ist seit 1968 Meeresschutzgebiet, das erste in Afrika. Getaucht werden Hartkorallen-Gärten — über 100 Arten, wenig Weichkorallen wegen des Wellengangs — sowie das Mida-Wrack, ein 18 m langer Shrimp-Trawler. Hauptsaison Oktober bis März: ruhige See, rund 28 °C Wasser, im Mittel 20 m Sicht.
Nakuru · Klettern, Wandern, Radfahren · Beste Zeit: Ganzjährig
Safari aus eigener Kraft: In Hell's Gate radelst du auf Pisten an Zebras, Giraffen und Warzenschweinen vorbei — Raubkatzen fehlen, deshalb ist das erlaubt. Dazu Kletterrouten am vulkanischen Fischer's Tower und Wanderwege unter den Vulkanklippen. Einer der wenigen Parks Afrikas, die du sportlich erleben darfst. Fischer's Tower Klettern — vulkanischer Felsturm im Park.
Für Klettern: Vulkanfels statt Kalk: Fischer's Tower, ein rund 25 m hoher Phonolith-Pfropfen am Parkeingang, wird im Bereich UIAA II bis V (5.4–5.8) geklettert. Der rund 150 m hohe Central Tower ist eine Basaltwand mit Mehrseillängen von UIAA V bis VII (5.8–5.11). Gute Bedingungen von Juni bis Oktober und Januar bis März.
Kilifi · Kitesurfen, Schwimmen · Beste Zeit: Dez–Mär, Jun–Sep
Kenias Kiterevier: fünf Kilometer leerer Strand nördlich von Malindi, im Schnitt 300 Windtage im Jahr und eine Bucht, die bei jedem Tidenstand fahrbar ist. Innen flaches Wasser zum Üben, draußen am Riff verspielte Wellen — beides an einem Tag machbar. Keine Steine, keine Seeigel, und meistens hast du den halben Strand für dich. Zwei Windsaisons: Der Kaskazi weht von Dezember bis März aus Nordost, der Kuzi von Juni bis September aus Südost — mit 15 bis 25 Knoten ist er der kräftigere von beiden.
Für Schwimmen: Die Bucht von Che Shale nördlich von Malindi liegt hinter einem Riff, das Wasser ist flach. Wind kommt in zwei Fenstern: Kuzi von Juni bis Ende September mit 15 bis 25 Knoten, der den ganzen Tag durchbläst, und Kaskazi von Mitte Dezember bis Mitte April mit 15 bis 20 Knoten, der erst nach dem Mittag einsetzt. Ruhige Schwimmrunden gehen also vor allem an Kaskazi-Vormittagen.
Für Kitesurfen: Riffgeschützte Bucht, die bei jedem Tidenstand befahrbar ist: innen flaches Wasser zum Lernen, weiter draußen spielbare Wellen. Zwei Windsaisons — Kaskazi aus Nordost von Mitte Dezember bis Mitte April mit 15 bis 20 Knoten, meist erst nach dem Mittag, und Kusi aus Südost von Juni bis September mit 15 bis 25 Knoten ganztägig.
Kilifi · Kitesurfen, SUP · Beste Zeit: Dez–Mär, Jun–Sep
Der Creek ist Kenias Flachwasser-Klassenzimmer: geschützte Bucht, stehtiefe Flächen, kein Wellenchaos — hier sitzen Wasserstart und erste Halsen schneller als an der offenen Küste. Salty's zieht das als IKO-Center durch, der Block für absolute Anfänger liegt bei rund sieben Stunden Wasserzeit. Wer schon fährt, nutzt das Butterwasser für Freestyle statt für Wellen. Die Kiteschule ist ein eigenes Camp direkt am Creek — Kurs, Materialdepot und Bett auf einem Grundstück, du musst zwischen den Sessions nirgends hinfahren.
Für SUP: Gepaddelt wird im Kilifi Creek selbst: geschütztes, ruhiges Wasser, flach genug, dass hier auch Wasserski und Wakeboard laufen. Der Wassersport-Betrieb am Creek verleiht SUP-Boards und Kajaks, unterrichtet wird von einem RYA-anerkannten Trainingszentrum am Strand. Wassertemperatur die meiste Zeit des Jahres rund 25 °C; Richtung Creek-Mündung weht es kräftiger.
Für Kitesurfen: Breiter Sandstrand mit cross-onshore Wind: Kaskazi aus Nordost von Dezember bis März mit 13 bis 18 Knoten, Kusi aus Südost von Mai bis Oktober mit 17 bis 31 Knoten. Bei Niedrigwasser liegt das Riff teils frei, Schuhe sind sinnvoll. Wasser um 28 Grad, kein Neopren nötig; IKO-Schulbetrieb vom Nullanfänger aufwärts.
Kwale · Tauchen, Schnorcheln · Beste Zeit: Okt–Mär
28 Quadratkilometer Riff südlich von Wasini, und zwar eines der intaktesten in Kenia: rund 250 Fischarten, Schildkröten und Delfinschulen, die dir schon auf der Anfahrt die Show stehlen. Die Korallengärten liegen flach genug, dass Schnorchler alles sehen; Taucher gehen an den Mpunguti-Inseln tiefer runter. Rausgefahren wird mit der Dhau ab Shimoni, gut 45 Minuten. Von Juni bis August drückt der Südost-Monsun die Sicht runter und macht die See ruppig — für alles unter Wasser lieber Oktober bis März planen.
Für Tauchen: Das Schutzgebiet vor Shimoni umfasst 39 km² — 11 km² Kisite-Nationalpark plus 28 km² Mpunguti-Reservat — und liegt 11 km vor der Küste, erreichbar nur per Boot ab Shimoni Pier. Gezählt sind 56 Korallengattungen und rund 250 Fischarten; Große Tümmler und Buckeldelfine sind ganzjährig da. Ruhigste See Dezember bis März.
Kirinyaga · Rafting, Zipline · Beste Zeit: Apr–Mai, Nov–Dez
80 Kilometer nördlich von Nairobi frisst sich der Tana durch ein Pool-Drop-Bett: ruhiges Becken, Luft holen, dann die nächste Stufe. Je nach Wasserstand fährst du 8 bis 16 Kilometer über Abschnitte von Klasse II bis V, das Prunkstück heißt „Spasm". Savage Wilderness macht das hier seit über 20 Jahren — auf den zahmeren Etappen brauchst du keine Vorerfahrung, nur schwimmen solltest du können. Der Wasserstand entscheidet: In den Regenzeiten April/Mai und November/Dezember steht der Fluss am höchsten, außerhalb fährst du dieselbe Strecke deutlich zahmer.
Elgeyo-Marakwet · Laufen, Trailrunning, Paragliding · Beste Zeit: Dez–Feb, Jun–Sep
2.400 Meter Höhe, rote Lehmpisten und eine Stadt, in der morgens die halbe Einwohnerschaft läuft: In Iten trainieren Welt- und Olympiasieger, und die Gruppen nehmen dich mit. Der Sauerstoffdruck liegt rund ein Viertel unter Meereshöhe — die erste Woche fühlt sich zäh an, danach kommt der Effekt. Die Camps haben Tartanbahn, Gym und Physio und sind ganzjährig offen. Von der Abbruchkante über dem Kerio Valley starten die Gleitschirme — Iten ist zugleich Kenias Paragliding-Zentrum, Tandemflüge dauern 20 bis 45 Minuten.
Für Trailrunning: Iten liegt auf 2.400 m, 32 km von Eldoret entfernt; unbefestigte Erdstraßen beginnen direkt vor der Haustür. Am High Altitude Training Centre gibt es eine 400-m-Aschenbahn plus 400-m-Allwetterbahn, Gym und 25-m-Becken; über 800 Athletinnen und Athleten trainieren im Ort. Höhe ernst nehmen: erste Tage locker.
Für Laufen: Iten liegt auf 2.400 m an der Elgeyo-Abbruchkante. Das von Lornah Kiplagat gegründete High Altitude Training Centre steht Freizeit- wie Elite-Läufern offen und hat Tartanbahn, Kraftraum, 25-Meter-Becken, zwei Saunen und Physiotherapie. Drumherum wird auf Pisten und Trails des Hochlands gelaufen.