Sport-Abenteuer in Kapverden

Die besten Sport-Spots und Abenteuer in Kapverden – Reisetipps, Packlisten und Erfahrungen von DOMISPORTS.

Spots in Kapverden

Sal

Sal · Kitesurfen, Windsurfen, Surfen · Beste Zeit: Nov–Jun

Passat-Insel mit Optionen für jedes Level: In der flachen Lagune von Kite Beach lernst du sauber und sicher, draußen warten Wellenspots wie Ponta Preta, die bei großem Swell Weltklasse erreichen. Windsurfer und Surfer bedienen sich am selben Menü. Von November bis Juni bläst es am verlässlichsten. Kite Beach Sal — Flachwasser-Lagune, perfekt zum Lernen.

Für Windsurfen: Zwei Reviere nebeneinander: Vor Ponta Leme steht der Wind side-off bis sideshore, ufernah flach, weiter draußen Chop zum Springen. Der Strand von Santa Maria ist side-offshore und etwas für Geübte; Windsurf-Anfängerkurse laufen dort ab 145 Litern Boardvolumen. 15 bis 30 Knoten je nach Zeitraum, beste Zeit Oktober bis Mai. Ponta Preta ist ein Felsspot und für Clubmaterial gesperrt.

Für Kitesurfen: Hauptrevier ist die Kite Beach kurz außerhalb von Santa Maria: cross-onshore Wind und eine Mischung aus flacherem Wasser und Wellen, also für Einsteiger wie Fortgeschrittene machbar. Windsaison ist Oktober bis April. Ponta Preta ist ein Wellenspot für Geübte — dort schließen die Wellen nah an den Felsen.

Santo Antão

Santo Antão · Wandern, Trekking · Beste Zeit: Nov–Jun

Steile grüne Täler, die in den Atlantik stürzen: Auf Santo Antão wanderst du auf gepflasterten Eselspfaden über Grate und durch Terrassenfelder — die Küstenroute nach Cruzinha ist der Klassiker. Die Höhenmeter sind ernsthaft, die Logistik einfach: Dörfer und Casas ersetzen das Zelt. Ribeira Grande nach Cruzinha Trail — der meistbegangene Weg der Kapverden.

Für Wandern: Santo Antão wird auf gesicherten Eselspfaden begangen: Der Küstenweg von Cruzinha nach Fontainhas misst 12 km mit +780/−880 Höhenmetern in rund vier Stunden, der Passweg nach Chã de Igreja 8,9 km mit +850/−1.100 Hm, ebenfalls vier Stunden. Ruhiger läuft das Paúl-Tal mit ±250 Hm in drei Stunden. Anbieter stufen von 1 bis 5 ein; Stufe 5 heißt Guide-Pflicht.

Fogo

Fogo · Trekking, Wandern · Beste Zeit: Nov–Jun

Ein aktiver Vulkan als Tagesziel: Vom Kraterdorf Chã das Caldeiras steigst du mit Guide in fünf bis sechs Stunden auf den Pico do Fogo — fast 3000 Meter über dem Atlantik — und surfst die Aschehänge in Minuten wieder hinunter. Übernachte im Krater: Der Wein aus den Lava-Weinbergen gehört dazu. Pico do Fogo Summit in 5-6h — Guide Pflicht.

Für Wandern: Der Pico do Fogo (2.829 m) wird von Chã das Caldeiras aus bestiegen, dem eingebrochenen Kessel auf rund 1.600 m: gut 1.000 Höhenmeter in 3–4 Stunden, über steile Asche- und Lapillifelder. Ein Guide ist Pflicht, festes Schuhwerk zwingend. Der 8 km weite Krater ist aktiv, die letzte Eruption war im November 2014.

São Vicente / Mindelo

São Vicente · Windsurfen, Wandern, Segeln · Beste Zeit: Nov–Jun

Kulturhauptstadt mit Windgarantie: Vor Mindelo und in der Bucht von São Pedro ziehen Windsurfer lange Schläge bei kräftigem Passat, dazwischen segelst du im Kanal Richtung Santo Antão. An Land: Aufstieg auf den Monte Verde und abends Livemusik in den Bars. Sport und Kultur in seltener Balance. Monte Verde (774m) — höchster Punkt der Insel, Panoramablick.

Für Windsurfen: Der Windsurf-Spot von São Vicente ist die rund zwei Kilometer lange Bucht von São Pedro, etwa 10 km von Mindelo entfernt. Der Passat wird von den Bergen gedüst und steht ablandig mit 5–9 Beaufort; ufernah ist das Wasser flach, der Shorebreak erreicht besonders im Frühjahr und Herbst bis zwei Meter. Saison Oktober bis Mai, gefahren wird ab Fortgeschrittenen-Niveau.

Boa Vista

Boa Vista · Kitesurfen, Schnorcheln · Beste Zeit: Nov–Jun

Wüsteninsel mit endlosen Stränden: Der Passat macht die flachen Buchten zum entspannten Kite-Revier, am Riff schnorchelst du direkt ab Strand. Im Sommer legen Meeresschildkröten an den Südstränden ihre Eier — geführte Beobachtung läuft über das Schutzprogramm. Wenig Infrastruktur, viel Platz. Jun–Okt Meeresschildkröten-Beobachtung am Ervatão Beach.

Für Kitesurfen: Hauptrevier ist die Praia de Chaves mit side-shore Wind: flaches Wasser am Ufer für Einsteiger, Wellen vor allem von Dezember bis Februar. Saison ist November bis Mai mit 15 bis 30 Knoten, am kräftigsten Januar bis März. In Varandinha steht der Wind side-off — 500 m abgetrieben ist man auf dem offenen Atlantik.

Maio – Calheta

Maio · Kitesurfen, Windsurfen · Beste Zeit: Nov–Mai

Calheta ist die Bucht, in der Maio zeigt, was es kann: innen brettflaches Wasser über hellem Sand, rund 500 Meter weiter draußen saubere Wellen. Der Wind kommt aus N bis NNE und steht seitlich zur Bucht, du treibst also nicht raus — ideal für Freeride und die ersten sauberen Sprünge. Stationen und Schulen wie auf Sal gibt es hier aber nicht, Maio ist noch im Aufbau. Der Flug Praia–Maio dauert 15 Minuten, die Fähre 2,5 Stunden und fährt nur an drei Tagen die Woche — mit Kite-Gepäck ist der Flieger die ruhigere Nummer.

Für Kitesurfen: Nach Westen offene Bucht mit breitem Sandstrand, dadurch steht der vorherrschende Nord- bis Nordostwind side-on. In der Buchtmitte liegt eine große Flachwasserfläche, rund 500 m draußen laufen Wellen. Kräftigster und stetigster Wind von Januar bis März, im Mittel gut 21 Knoten. Am Südende der Bucht liegen Felsen — Abstand halten.

Serra Malagueta (Santiago)

Santiago · Wandern, Trekking · Beste Zeit: Nov–Jun

Das grüne Hochland von Santiago auf 774 Hektar, mit Wegen bis auf 1.064 Meter und Abstiegen in die Täler Richtung Küste. Die Trails sind markiert und gestaffelt — von der lockeren Aussichtsrunde bis zum langen Abstieg ins Tal ist alles drin. Über 120 Pflanzenarten, davon knapp 30 endemisch, plus Vögel wie der Cabo-Verde-Sänger; das hier ist die Insel, die die meisten Pauschalreisenden nie sehen. Der Parkeingang liegt direkt an der Hauptstraße Praia–Tarrafal, rund 30 km nördlich von Praia — du kommst mit dem Sammeltaxi (Aluguer) ohne Umweg hin.

Monte Gordo (São Nicolau)

São Nicolau · Wandern, Trekking · Beste Zeit: Nov–Jun

Mit 1.312 Metern der höchste Punkt von São Nicolau, ein alter Vulkankegel mit Drachenbäumen am Weg. Der Aufstieg ist kurz, aber knackig steil und läuft durch echten Nebelwald — komplett anderes Kapverden als der Sand auf Sal. Oben Blick über die halbe Insel, wenn die Wolken mitspielen. Vom Parkeingang bis zum Gipfel und zurück sind es rund 2,5 Stunden — wie feucht es hier oben ist, siehst du an den flechtenbehangenen Bäumen.

Für Wandern: Der Monte Gordo (1.312 m) steht im Nordwesten von São Nicolau, im fruchtbaren Teil der Insel; rund um Cachaço am Fuß wachsen Drachenbäume. Die Wanderung von Praia Branca nach Fajã zieht in Serpentinen über steile Grate, an den Zwillingsfelsen vorbei und durch das Tal der Ribeira da Prata. Kurz ist der halbstündige Weg von Praia Branca zur Küstenformation Carberinho.

Tarrafal (Santiago)

Santiago · Tauchen, Schnorcheln, Schwimmen · Beste Zeit: Apr–Nov

Die geschützte Bucht im Norden Santiagos ist das entspannteste Tauchrevier der Kapverden: rund 15 Riffe, Höhlen und Vulkanformationen, die meisten in Einsteigertiefe. Chinese Wall fällt bis 18 Meter ab, Le Arc hat einen Bogen auf 9 Metern mit Schwärmen von Doktor- und Trompetenfischen. Unten unterwegs: Rochen, Muränen, Oktopus. King Fisher Reef liegt direkt in der Bucht und geht nur 6–8 Meter tief — der Spot für den ersten Tauchgang, ohne Bootsfahrt.

Für Schwimmen: Die Bucht von Tarrafal an der Nordspitze Santiagos ist tief und gut geschützt; der Strand hat dunkelgoldenen Sand, das Wasser ist klar. Vor Ort werden außerdem Schnorcheln, Tauchen und SUP angeboten. Von Mai bis Dezember legen Meeresschildkröten am Strand ab: nachts Licht und Lärm vermeiden, Abstand halten.

Für Tauchen: Tarrafal ist Wandtauchen: Chinese Wall fällt auf 18 m ab und ist ein Makro-Platz mit Anglerfischen, Oktopus und Pfeilkrabben, Ponta Atum Nord reicht mit Überhängen auf 25 m. Three Rocks auf 40 m hat kräftige Strömung und ist erfahrenen Tauchern vorbehalten. Für den ersten Tauchgang vor Ort führt die Basis King Fisher Reef.

Brava – Fajã d'Água

Brava · Wandern, Trekking, Schwimmen · Beste Zeit: Nov–Jun

Der Klassiker der kleinsten bewohnten Insel: von Nova Sintra auf 520 Metern in Serpentinen runter ans Meer, gut sieben Kilometer, rund vier Stunden. Unterwegs Bergdörfer wie João Baptista und Cova Rodela, Terrassen mit Kaffee, Bananen und Zuckerrohr, dann die zerklüftete Bucht von Fajã d'Água. Unten wartet der Sprung in die natürlichen Meerwasserbecken. Brava hat keinen aktiven Flughafen — nur Fähre ab São Filipe (Fogo) oder Praia, und bei Wetter fällt sie aus: für die Rückreise einen Puffertag einplanen.

Für Schwimmen: Fajã d'Água liegt in einer gegen groben Seegang geschützten Bucht an der Westküste Bravas. Geschwommen wird hier nicht an einem Sandstrand, sondern in dem großen natürlichen Felsbecken am Ufer.

Für Wandern: Von Vila Nova Sintra auf rund 500 m führt der Weg in engen Serpentinen steil hinunter nach Fajã d'Água, vorbei an Palmen und Mangobäumen. Der Weg zum Monte Fontainhas (976 m, höchster Punkt der 64 km² kleinen Insel) gilt als wenig anspruchsvoll. Planungspunkt: Der Flugplatz ist geschlossen, die Fähre ab Fogo fährt zwei- bis dreimal pro Woche mit wechselnden Zeiten.