Sport-Abenteuer in Georgien

Die besten Sport-Spots und Abenteuer in Georgien – Reisetipps, Packlisten und Erfahrungen von DOMISPORTS.

Spots in Georgien

Kazbegi / Stepantsminda

Mzcheta-Mtianeti · Paragliding, Trekking, Wandern · Beste Zeit: Jun–Sep

Großer Kaukasus auf Armlänge: Über Stepantsminda thront die Gergeti-Kirche vor dem 5000er Kasbek — Startpunkt für Höhenwanderungen Richtung Gletscher und Tagestouren ins Juta-Tal. Tandem-Piloten nehmen dich mit in die Thermik über dem Tal. Paragliding über dem Kasbek — ab Gudauri buchbar, ~€60.

Svaneti / Mestia

Mingrelien · Trekking, Skifahren · Beste Zeit: Jun–Sep

Wehrtürme, Gletscher und Wege wie vor hundert Jahren: Von Mestia trekst du in Gasthaus-Etappen durch das obere Svaneti bis nach Ushguli, hoch über allem steht die Ushba. Im Winter übernehmen günstiges Freeriden und leere Hänge. Mestia → Ushguli Trek (4 Tage) — Europas höchstes Dorf als Ziel.

Für Wandern: Von Mestia nach Ushguli sind es 56,9 km in drei bis vier Tagen: Etappe 1 misst 16,1 km mit 763 Höhenmetern, Etappe 2 nur 10,6 km, dafür 909 Höhenmeter. Übernachtet wird in Gästehäusern der Dörfer, ein Zelt ist nicht nötig. Saison ist Anfang Juni bis Ende Oktober; den Gletscherfluss bei Adishi morgens queren, tagsüber steigt der Pegel.

Tuschetien

Kachetien · Trekking, Reiten, MTB · Beste Zeit: Jun–Sep

Georgiens abgelegenste Bergregion, nur über einen Sommer-Pass erreichbar: Zwischen Schieferdörfern und Wehrtürmen trekst und reitest du auf Hirtenwegen, die seit Jahrhunderten in Gebrauch sind. Wer hier oben ankommt, hat den Alltag wirklich verlassen. Abano-Pass (2.850m) — nur im Sommer befahrbar, 4x4 Pflicht.

Für Reiten: Omalo ist der Pferdestützpunkt Tuschetiens. Geritten wird auf tuschetischen Bergpferden — klein, ausdauernd, laut georgischer Tourismusbehörde in der Lage, 100–120 kg über 100–120 km in zwölf Stunden zu tragen. Die Nationalparkverwaltung führt Reitrouten wie Dartlo–Kvavlo; Pferde vermieten Einheimische, für Mehrtagestouren über einen örtlichen Guide vorbestellen. Saison ist Juni bis Oktober.

Für Wandern: Nach Omalo fährt kein öffentlicher Verkehr; die Jeep-Fahrt ab Kvemo Alvani dauert über vier Stunden. Von Omalo nach Schatili sind es 75 km in vier bis fünf Tagen über den 3.431 m hohen Atsunta-Pass, mit Permit und Grenzposten unterwegs. Der Pass wird meist erst ab Ende Juni passierbar, sicher sind Juli und August. Seit 2024 stehen zwei Schutzhütten, offen sind sie nicht immer – Zelt einpacken.

Bordschomi / Bakuriani

Samzche-Dschawachetien · Skifahren, Wandern, MTB · Beste Zeit: Dez–Mär

Kurort trifft Wintersport: Im Borjomi-Nationalpark wanderst und bikest du durch endlose Nadelwälder, während nebenan Bakuriani mit modernen Liften und kleinen Preisen zum Skifahren lädt. Dazwischen sprudelt das berühmte Mineralwasser direkt aus der Quelle. Skipass ab ~€10/Tag — unschlagbar günstig für solches Terrain.

Für Skifahren: Bakuriani liegt zwischen 1.641 und 2.702 m und teilt 29 Pistenkilometer auf die Sektoren Didveli, Kokhta und Mitarbi auf. 13,5 km sind als schwer eingestuft, nur 2,3 km als leicht – Kokhta und Mitarbi sind der Einstieg, Didveli das steile Ende. Saison Mitte Dezember bis Mitte April, 20 Lifte.

Batumi

Adscharien · Radfahren, Tauchen, SUP · Beste Zeit: Mai–Okt

Subtropische Schwarzmeer-Stadt mit Boulevard-Radweg: Du rollst kilometerweit die Uferpromenade entlang, paddelst bei ruhiger See vor dem Stadtstrand und gehst mit lokalen Basen auf Tauchgang. Der üppige Botanische Garten liegt gleich hinter der Bucht. Botanischer Garten per Rad — subtropische Pflanzen am Meer.

Für SUP: In Batumi bietet der Anbieter Supsurfing Batumi Verleih und Training auf dem Paddleboard an, für Einsteiger wie für Geübte. Das Wasser nahe Batumi gilt als vergleichsweise ruhig und damit einsteigerfreundlich, weiter entlang der georgischen Küste wird es anspruchsvoller.

Für Radfahren: Entlang der Küste von Batumi verläuft ein 7 km langer Radweg. Ins Hinterland führen Touren wie Batumi–Mirveti mit Wasserfall und Bogenbrücke aus dem 12. Jahrhundert oder der 3,6 km lange Kaviani-Pfad zwischen den Bergdörfern Kldisubani und Jalabashvili, mit der Festung Kaviani auf 700 m Höhe.

Gudauri

Mzcheta-Mtianeti · Skifahren, Snowboarden, Paragliding · Beste Zeit: Dez–Apr

Georgiens größtes Skigebiet auf 2.200 m an der Georgischen Heerstraße — alles über der Baumgrenze, weite, lawinenarme Hänge und Freeride-Terrain direkt neben der Piste. Heliski gibt's hier zu Preisen, für die du in Kanada nicht mal den Transfer bekommst. Und wer mittags noch Energie hat, hängt sich an den Gleitschirm: Gudauri ist auch Georgiens Paragliding-Hotspot Nummer eins. Die Heliski-Saison startet erst Mitte Januar — für die tiefsten Powder-Wochen also nicht zu früh buchen.

Für Snowboarden: Die Hänge liegen zwischen 1.989 und 3.276 m: 20 markierte Abfahrten in vier Schwierigkeitsstufen mit zusammen 37 km, 18 Lifte, dazu ein Snowpark. Die Schneedecke liegt im Winter bei ein bis zwei Metern, Nordhänge halten sie länger als Südhänge. Saison Dezember bis Mitte April, Heliski wird vor Ort angeboten.

Für Skifahren: Gudauri liegt zwischen 1.993 und 3.276 m – 1.283 Höhenmeter auf 34,8 Pistenkilometern, davon nur 4,6 km leicht. Der Schwerpunkt liegt auf Freeride: Heliski und Catski werden hier angeboten. Saison etwa Ende Dezember bis Ende April, 17 Lifte.

Goderdzi

Adscharien · Skifahren, Snowboarden · Beste Zeit: Dez–Apr

Georgiens schneereichstes Skigebiet: Die Nähe zum Schwarzen Meer schaufelt hier Powder ohne Ende auf den Goderdzi-Pass, die Saison läuft bis Ende April. Zwei Lifte, dafür Tree Runs durch uralten Wald und Catskiing per Ratrak in die Backcountry-Zonen — das ist nichts für Pistenraser, sondern für Powder-Junkies. Noch herrlich unentdeckt und entsprechend günstig. Die Passstraße von Khulo hoch ist im Winter nur mit 4x4 oder organisiertem Transfer machbar — Anreise fest einplanen.

Für Snowboarden: Kleines Gebiet in Oberadscharien: Basis auf 2.025 m, höchster Punkt 2.350 m, erschlossen von einer Achtergondel und einem Sechsersessel. Gut 71 % der Abfahrten sind mittelschwer, Anfängergelände beschränkt sich auf einen 200-m-Hang. Freeride führt durch dichten Kiefernwald und verschneite Wiesen; Saison Dezember bis Mitte April.

Für Skifahren: Goderdzi in Adscharien ist klein: 7,2 Pistenkilometer zwischen 1.724 und 2.366 m, erschlossen von drei Liften. Eine schwarze Piste gibt es nicht – 4,9 km sind leicht, der Rest mittelschwer. Das Gebiet ist erst seit der Saison 2015/16 in Betrieb, geöffnet von Mitte Dezember bis Anfang April.

Lagodekhi-Nationalpark

Kachetien · Trekking, Wandern · Beste Zeit: Jul–Okt

Georgiens ältestes Schutzgebiet und Heimat des Black-Rock-Lake-Treks: 47 km und 2.500 Höhenmeter in drei Tagen, vom Urwald aus Buchen und Eichen hoch in die alpine Seenzone auf 2.800 m. Der Trail ist sauber markiert, oben schläfst du im Zelt oder in der Ranger-Hütte am See. Wer's kürzer mag, macht die Tageswanderungen zu den Wasserfällen im unteren Parkteil. Pass einpacken — der Trail zum Black Rock Lake läuft am Grenzgebiet zu Dagestan entlang, die Border Police kontrolliert.

Für Wandern: Vier markierte Touren starten an den Informationszentren: 9 km zum Rocho-Wasserfall (leicht), 8 km zum Ninoskhevi-Wasserfall, 10 km zur Machi-Festung und 42 km in drei Tagen zum Schwarzen-Felsen-See (schwer, erste Etappe 12 km und 480 Höhenmeter bis zur Hütte Meteo). Der Weg zur Festung verläuft an der Grenze zu Aserbaidschan, Ausweis mitführen.

Chiatura / Katskhi

Imeretien · Klettern · Beste Zeit: Sep–Jun

Westgeorgiens bestes Sportklettergebiet: In Katskhi warten über 80 eingebohrte Kalk-Routen von 5a bis 8b+, in Chiatura hängen die Wände direkt über der alten Bergbaustadt mit ihren Sowjet-Seilbahnen. Fester Fels, kurze Zustiege, Klettercamp fußläufig — und du hast die Sektoren meist für dich allein. Beste Bedingungen außerhalb der Sommerhitze. Auf dem Katskhi-Pillar thront ein Kloster — geklettert wird an den Kalkwänden drumherum, 60-m-Seil und 15 Exen reichen.

Für Klettern: Kalk bei Chiatura, rund 180 km von Tiflis: Katskhi bietet gebohrte Sportrouten von 5a bis 8b in Sektoren wie Cave, Canyon, Tsunami und Office. 60-m-Seil und 15 Exen genügen. Kletterbar von September bis Juli — im August nur im Schatten oder an überhängenden Sektoren; Helm empfohlen, neue Routen nur mit Genehmigung.

Pasanauri

Mzcheta-Mtianeti · Rafting, Kajakfahren · Beste Zeit: Mai–Sep

Georgiens Rafting-Basis, nur eine Stunde von Tbilisi: Auf dem Aragvi paddelst du 8 bis 12 km Wildwasser der Klassen II–III — genug Wellen für Adrenalin, aber entspannt genug für den ersten Rafting-Tag deines Lebens. Die Camps stellen Guide, Helm und Weste, Briefing inklusive. Kajakfahrer finden auf dem Weißen Aragvi ihre eigenen Spielstellen. In Pasanauri fließen Weißer und Schwarzer Aragvi zusammen — die Farbgrenze im Wasser siehst du direkt vom Boot aus.