Die besten Sport-Spots und Abenteuer in China – Reisetipps, Packlisten und Erfahrungen von DOMISPORTS.
Guangxi · Klettern, Kajakfahren, Radfahren · Beste Zeit: Mär–Nov
Karst-Wunderland am Li-Fluss: Dutzende Klettergärten mit Routen aller Grade — der Moon Hill ist der Klassiker — dazu Kajaktouren auf dem Yulong und Radrunden durch Reisfelder zwischen den Kegelbergen. Günstig, kompakt und mit einer Kletterszene, die internationale Gäste gewohnt ist. Moon Hill Klettergarten — über 200 Routen aller Schwierigkeitsgrade.
Für Klettern: Kalk-Karsttürme in Guangxi mit knapp 800 Sportkletterrouten an rund 40 Felsen, Schwierigkeiten von F4 bis F9. Der Stil reicht von steilen Tufa-Linien über technische Leistenwände bis zu dreidimensionalen Verschneidungen. Trockene Hauptsaison ist September bis März, am verlässlichsten Dezember und Januar.
Yunnan · Trekking, Wandern · Beste Zeit: Sep–Nov
Eine der tiefsten Schluchten der Welt: Auf dem High Trail wanderst du zwei Tage hoch über dem tosenden Jangtse-Oberlauf, mit den 28 Serpentinen als Schlüsselstelle und Gästehäusern direkt am Weg. Schwindelfreiheit hilft, Kondition ist Pflicht. Nach der Regenzeit ist der Trail am sichersten. High Trail in 2 Tagen — Halfway Guesthouse als Übernachtung.
Für Wandern: Der High Trail zieht sich über rund 22 km am Hang des Haba Xueshan entlang, üblicherweise auf zwei Tage von Qiaotou bis Tina's verteilt. Kernstück sind die 28 Bends mit über 500 Höhenmetern in etwa einer Stunde. Unterwegs liegen Gästehäuser wie Naxi Family und Halfway; von Juni bis September ist die Tour wegen Regen und Erdrutschgefahr nicht empfohlen.
Hunan · Wandern · Beste Zeit: Apr–Okt
Tausende Sandstein-Säulen, die als Vorlage für die Avatar-Berge gelten: Du wanderst auf Stegen und Treppen zwischen den Felstürmen, überquerst die Glasbrücke über dem Grand Canyon und nimmst Aufzüge und Seilbahnen als Abkürzung. Viel Infrastruktur, viele Menschen — früh starten hilft. Glass Bridge + Zhangjiajie Grand Canyon als Kombi-Ticket.
Guangxi · Kajakfahren, Radfahren · Beste Zeit: Apr–Okt
Die Flusslandschaft von den Geldscheinen: Zwischen Guilin und Yangshuo paddelst und radelst du durch das berühmteste Karstpanorama Chinas. Ab Xingping bist du schneller auf dem Wasser und abseits der großen Ausflugsboote. Sanfte Aktivtage mit Postkartenblick an jeder Biegung. Xingping statt Guilin-Yangshuo Touristenroute.
Sichuan · Wandern · Beste Zeit: Sep–Nov
Türkise Seen, Travertin-Kaskaden und Wälder, die sich im Oktober glühend verfärben: In Jiuzhaigou wanderst du auf Holzstegen von Becken zu Becken, Shuttlebusse verbinden die Talstränge. Kein sportliches Abenteuer, aber ein Naturerlebnis auf Weltniveau — im Herbst am intensivsten. Herbst (Okt) für die spektakulärsten Farben.
Sichuan · Trekking, Wandern, Bergsteigen · Beste Zeit: Jun–Okt
Die „Vier Schwestern" sind Chinas Alpen-Antwort: drei Täler, ein 6.250er im Rücken und als Klassiker die Drei-Tages-Traverse vom Changping-Tal rüber ins Bipenggou — rund 35 km, rauf auf 4.500 m Passhöhe. Wer noch höher will, nimmt den Dafeng mit 5.025 m, der gilt als reiner Trekking-Gipfel ohne technische Kletterei. Yaks, Nadelwald, Gebetsfahnen — und ab 4.000 m spürst du jeden Höhenmeter. Für die Changping-Traverse musst du dich vorher im Nationalpark-Büro in Rilong registrieren — ohne Eintrag lässt dich die Schluchtkontrolle nicht durch.
Yunnan · Radfahren, Wandern · Beste Zeit: Mär–Jun
129 km Uferkorridor rund um einen Hochlandsee auf 1.970 m, durchgehend als Rad- und Fußweg ausgebaut — kaum Steigung, dafür Reisfelder und Bai-Dörfer am Stück. Mit dem E-Bike ist die Runde ein entspanntes Zweitagesding, mit dem Rennrad ein langer Tag. Der perfekte Spot, wenn du Kilometer sammeln willst, ohne dich mit Verkehr zu prügeln. Wenn dir flach zu langweilig wird: mit der Seilbahn hoch in den Cangshan und auf dem Yudai-Weg auf 2.600 m rund 16 km fast eben am Hang entlang, mit dem See permanent im Blick.
Für Radfahren: Rund um den Erhai führt ein 129 km langer Ökokorridor; der 46 km lange Westabschnitt von Yangnanxi bis zum Anleger Taoyuan ist für fremde Fahrzeuge gesperrt, unterwegs gibt es Räder und E-Bikes zu mieten. Zum Fahren empfohlen sind Sommer und Herbst, außerhalb der Regenzeit.
Qinghai · Radfahren · Beste Zeit: Jun–Sep
360 km Ringstraße um Chinas größten Salzsee, durchgehend auf über 3.100 m — für chinesische Radfahrer ist das die Pilgerfahrt schlechthin, die meisten nehmen sich vier bis sechs Tage. Die paar Pässe sind nicht das Problem, der Wind auf den offenen Grasland-Etappen ist es. Im Sommer fährt hier auch die Tour of Qinghai Lake, seit 2002 und mittlerweile UCI ProSeries. Die komplette Runde läuft auf 3.100 bis 3.300 m — starte in Xining auf 2.275 m und gib dir zwei Tage Akklimatisierung, sonst bricht dir die Höhe schon am ersten Anstieg das Genick.
Für Radfahren: Der Rundkurs um den Qinghai-See misst rund 320 km von Xihai zurück nach Xihai, der See liegt auf 3.196 m. Fahrbar ist Mai bis September, Juni bis August gilt als Kernsaison. Ein Tibet-Permit ist nicht nötig, Höhenanpassung schon: Tag 1 ab Xining sind rund 100 km und 920 Höhenmeter.
Hainan · Surfen · Beste Zeit: Okt–Mär
Chinas Surf-Zentrum: Hier trainiert die Nationalmannschaft, und an der Bucht reiht sich eine Surfschule an die nächste — für rund 300 Yuan stehst du mit Board und Coach im Wasser. Von Oktober bis März schiebt der Nordost-Monsun Wellen bis zwei Meter rein, den Rest des Jahres ist es ein sehr freundlicher Anfänger-Spot. Wenn du deine erste Welle in Asien willst, ist das ein ziemlich unterschätzter Ort dafür. Das Wasser liegt ganzjährig bei rund 26 °C — Neopren brauchst du hier nie, ein Lycra gegen Brettbrand reicht völlig.
Für Surfen: Die Bucht hat mehrere Spots: Der Main Point ist eine lange Linke für Fortgeschrittene, die von Ende Oktober bis Anfang März läuft; Beachie daneben arbeitet ganzjährig und liefert mit seinem Weißwasser den Einsteigerbereich. Ghost Hotel liegt zur Hälfte vor einer massiven Felswand und ist ausschließlich etwas für Könner. Die Strömungen sind im Sommer stark und im Winter extrem.
Guizhou · Klettern, Höhlentouren · Beste Zeit: Okt–Apr
Über 250 Seillängen von 5a bis 9a im Karst von Guizhou, und mittendrin der Great Arch — ein 116 m hoher Naturbogen, in dem allein über hundert Routen hängen. Dazu Mehrseillängen von 120 bis 250 m im Bereich 4+ bis 8+, also auch was für Leute, die nicht 8a klettern. Seit dem Petzl RocTrip 2011 kennt die Szene den Spot, überlaufen ist er trotzdem nicht. Gleich nebenan liegt Zhongdong — es gilt als Chinas einzige dauerhaft bewohnte Siedlung in einer natürlichen Höhle.
Für Klettern: Karstkalk in Guizhou mit über 200 Sportkletterrouten von F5+ bis F9a, dazu Mehrseillängen bis 180 m. Der Great Arch bietet rund 300 m durchgehendes Dachklettern an Tufas und Sinterformationen; die Erschließung nahm mit dem Petzl RocTrip 2011 Fahrt auf. Nötig sind ein 70- bis 80-m-Seil und mindestens 16 Exen.